Dann kann’s ja losgehen: (v.l.) MdB Erich Irlstorfer, Bürgermeisterkandidat Gregor Wild und Wahlleiter Rainer Klier (CSU Nandlstadt).

Kommunalwahl in Hörgertshausen

Wild geht aufs Ganze: Entweder 1. Bürgermeister oder nur noch Rat

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Einstimmig wurde jetzt bei der CSU Hörgertshausen Gregor Wild zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Dieser machte seine Ambitionen auf das Amt deutlich.

Hörgertshausen – Der Bürgermeister-Wahlkampf in Hörgertshausen wird nun endgültig ein Fall für Zwei. Die CSU nominierte einstimmig ihren Ortsvorsitzenden Gregor Wild zum Bürgermeisterkandidaten. Dieser fordert Amtsinhaber Michael Hobmaier heraus – und geht dabei aufs Ganze.

Wild ist nun seit knapp sechs Jahren 2. Bürgermeister hinter Hobmaier. Und er macht keinen Hehl daraus, dass die Zusammenarbeit mit dem amtierenden Gemeindechef nicht rund lief. Bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft hat Gregor Wild die Kampfabstimmung um die Bürgermeisterkandidatur verloren und da schon deutlich gemacht, dass er für den Posten des 2. Bürgermeisters nicht mehr zur Verfügung stehe. „Entweder ich werde Bürgermeister oder normaler Gemeinderat“, sagt Wild über seine Zukunft nach dem 15. März.

CSU bei Kommunalwahl 2020 in Hörgertshausen ohne eigene Liste

Für die Nominierung zur Bürgermeisterwahl hatte der CSU-Vorsitzende volles Haus. Elf der 14 Mitglieder des Ortsverbandes waren erschienen – und die sagten einstimmig Ja zu der Wild-Kandidatur. Das waren aber noch lange nicht alle Besucher. Insgesamt kamen 60 Gäste zu der Nominierungsveranstaltung und zeigten das große Interesse an dem Bürgermeisterkandidaten.

Klar war auch, dass die CSU keine eigene Liste für den Gemeinderat aufstellen werde. „Wir wollen nicht künstlich unterschiedliche Fraktionen schaffen“, sagt Wild. Zwei CSU-Mitglieder stehen auch bereits auf der Liste der Freien Wählergemeinschaft.

Wild will mit Neun-Punkte-Programm ins Rathaus einziehen

Gregor Wild stellte dann auch sein Neun-Punkte-Programm für den Fall vor, dass er zum Hörgertshausener „Chef“ gewählt wird. Dabei stellte er vor allem heraus, dass er die Bürgerbeteiligung auf ein neues Niveau bringen will. Bei entscheidenden Fragen, wie der Verwendung von Steuergeldern, sollten die Menschen mitreden. Als Unternehmensberater sei er beruflich eine andere Transparenz gegenüber seinen Kunden gewohnt. „Bei uns in Hörgertshausen ist die Bürgerversammlung schon vorbei, bevor die Besucher eine Halbe Bier ausgetrunken haben“, sagt der Bürgermeisterkandidat. Heute müsse man Menschen anders einbinden.

Die wichtigste Herausforderung der nächsten Jahre in der Gemeinde wird es laut Wild sein, die künftige Ortsmitte zu überplanen. Das frühere Fleischmann-Areal biete der Kommune eine große Chance. Diesen Prozess würde Gregor Wild gerne als Bürgermeister moderieren.

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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