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Altbürgermeister-Titel und Verdienstmedaille: Johann Stegmair aus Hohenkammer doppelt gewürdigt

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Von: Nico Bauer

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Sein politisches Engagement hat dem ehemaligen Rathauschef von Hohenkammer, Johann Stegmair, (l.) jetzt die kommunale Verdienstmedaille in Silber beschert. Innenminister Joachim Herrmann überreicht die Auszeichnung.
Sein politisches Engagement hat dem ehemaligen Rathauschef von Hohenkammer, Johann Stegmair (r.), jetzt die kommunale Verdienstmedaille in Silber beschert. Innenminister Joachim Herrmann überreicht die Auszeichnung. © ft

Ehre für den ehemaligen Ortschef: Johann Stegmair darf sich künftig als Altbürgermeister von Hohenkammer bezeichnen und wurde auch noch vom Innenminister ausgezeichnet.

Hohenkammer – Als in Hohenkammer Johann Stegmair als Bürgermeister sein Amt im Herbst 2020 abgab, waren die größeren Ehrungen für seine Verdienste bereits fest geplant. Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Nun wurde er aber zum Altbürgermeister ernannt und erhielt vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann die kommunale Verdienstmedaille in Silber.

Johann Stegmair ist auch nach 24 Jahren im Bürgermeisteramt ein bescheidener Mensch geblieben, der das Rampenlicht nicht sucht. „Es war genau die richtige Entscheidung, nicht noch einmal zu kandidieren“, sagt der ehemalige Rathauschef, den die Gemeinde nun mit einem Festakt im Schloss zum Altbürgermeister ernannt hat. Den würdigen Rahmen für die höchste Auszeichnung der Gemeinde auch einzuhalten, war erst jetzt möglich. Die Freude war Stegmair aber deutlich anzusehen, dass seine Verdienste in der Gemeinde so positiv bewertet wurden. „Und diese Verdienstmedaille in Silber bekommt nicht jeder“, sagt der Altbürgermeister stolz.

Innenminister Joachim Herrmann würdigte bei der 2020 geplanten und nun in Ingolstadt verliehenen Auszeichnung die Verdiente des ehemaligen Bürgermeisters. Er habe aus der am meisten verschuldeten Gemeinde im Landkreis eine schuldenfreie Kommune gemacht. Heute ist Hohenkammer gut aufgestellt.

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Stegmair betont, dass er bewusst mittelständische Unternehmen für das Gewerbegebiet nahe Eglhausen gewonnen habe, weil diese sichere Arbeitsplätze schaffen und die Gewinne dann auch vor Ort versteuert werden.

Festakt im Schloss Hohenkammer

Die Ernennung zum Altbürgermeister verband die Gemeinde bei einem Festakt im Schloss Hohenkammer mit der Verabschiedung der 2020 ausgeschiedenen Gemeinderäte Johann Bernhart, Ferdinand Rottmair, Leo Hermann, Josef Neumeier und Thomas Rottmair. Hauptperson Johann Stegmair dankte besonders Johann Bernhart, den er in den gesamten 24 Jahren seines Bürgermeisterdaseins als Stellvertreter an seiner Seite hatte.

Und er dankte allen Gemeinderäten in dieser Zeit: „Als Bürgermeister kann man die besten Ideen haben, aber es braucht auch den Gemeinderat, der mitzieht.“ Genau diesen hatte er immer. „Mit überzeugenden Worten, guten Ideen, klaren Visionen und Zielen, und Deinem beherzten Engagement hast Du die Gemeinde Hohenkammer vorangebracht und gut aufgestellt für die Zukunft“, lobte ihn sein Nachfolger Mario Berti. Nur beispielhaft könne er die vielen kommunalpolitischen Meilensteine Stegmairs anführen. „Alles hier aufzuzählen wäre ein abendfüllendes Programm“, scherzte Berti. Den Glückwünschen für den neuen Altbürgermeister schlossen sich Staatskanzleichef Florian Herrmann und Bundestagsabgeordneter Erich Irlstorfer als Gäste aus der großen Politik an.

Johann Stegmair hat sich mit dem Verzicht auf eine neue Bürgermeister-Kandidatur die Kommunalpolitik aber nur zum Teil verlassen, denn er ist weiterhin Mitglied der CSU-Kreistagsfraktion und setzt sich dort für den westlichen Landkreis ein. In Hohenkammer hat er sich seither aus dem Tagesgeschäft herausgehalten. Stegmair verfolgt die Gemeindepolitik, kommentiert sie aber nicht. Zu seinem kleinen Ehrungsdouble machte er deutlich, dass die Verjüngung des Gemeinderats gut für Hohenkammer sei.

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