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Susanne Hartmann (FDP) und Mario Berti (CSU)  haben sich mit ihren Ergebnissen einen Platz in der Stichwahl gesichert.   

Jetzt entscheidet die Stichwahl

Bürgermeisterwahl in Hohenkammer: CSU und FDP dürfen nochmal ran 

  • vonNico Bauer
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Hohenkammer hat gewählt - und wird es in 14 Tagen  noch einmal tun. Bei den Bürgermeisterwahlen am Sonntag sicherten sich der CSU-Kandidat Mario Berti und seine FDP-Kontrahentin Susanne Hartmann einen Platz in den Stichwahlen. Marina Brandstetter (BvHo) und Politik-Neuling Alfred Kopp (FW) unterlagen den beiden. 

Alfred Kopp (FW) und Marina Brandstetter (BvHo)  haben den Einzug in die Stichwahl verpasst. 

Hohenkammer - Eine Prognose wollte im Vorfeld keiner abgeben, der Wahlausgang war bis zuletzt ungewiss. Sicher schien jedoch nur eins zu sein, nämlich dass es in Hohenkammer bei den nachgezogenen Bürgermeisterwahlen Stichwahlen geben wird. 

Bürgermeisterwahl in Hohenkammer: Keiner wollte Prognose abgeben

Und mit der Prophezeiung lag man richtig. Berti gegen Hartmann: Das sind die zwei Kandidaten, die in zwei Wochen erneut zur Wahl für das Bürgermeisteramt in Hohenkammer antreten werden. Mit 444 Stimmen war Mario Berti (CSU) gestern die Nummer eins und tritt in der Stichwahl gegen Susanne Hartmann (FDP) an. Sie hat 83 Stimmen aufzuholen. Von 2025 Wahlberechtigten machten 65,2 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Schnell deutete sich an, dass Alfred Kopp (FW) seinen Traum vom Chefsessel begraben muss.

Einer der vier Kandidaten in Hohenkammer ist sehr enttäuscht über sein Ergebnis

 „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Kopp über seine 16,1 Prozent (211 Stimmen). Er hatte damit gerechnet, mindestens 20 Prozent der Stimmen abzuräumen. Auf der anderen Seite konnte sich Mario Berti schon früh am Abend auf die Stichwahl einstellen. Er beobachtete das Geschehen zusammen mit Ex-Bürgermeister Johann Stegmair und hatte bei den ersten Ergebnissen aus den Ortsteilen die Nase deutlich vorne. Am Ende kam Berti auf 444 Stimmen (33,8 Prozent). Eine Favoritenposition für die Stichwahl am 27. September wollte er daraus nicht ableiten: „Die Stimmen der anderen beiden Kandidaten werden nun verteilt, damit ist wieder alles offen. Wir arbeiten einfach weiter.“ Spannend war unterdessen der Wettlauf der Frauen, denn Susanne Hartmann (FDP) und Marina Brandstetter lagen nahe beisammen. Die kommunalpolitisch erfahrene Hartmann hatte aber vor allem im Hauptort Hohenkammer starke Ergebnisse und zog davon. Mit 361 Stimmen (27,5 Prozent) kam sie in die Stichwahl und liegt nun 83 Stimmen hinter Berti. „Das Ergebnis ist der Wahnsinn“, sagte sie. Hartmann hatte mit einer Stichwahl zwischen den beiden Männern gerechnet. „Aber jetzt ist Hohenkammer endgültig reif für eine Frau im Bürgermeisteramt.“ Mit 298 Stimmen (22,7 Prozent) hatte Marina Brandstetter ein achtbares Ergebnis, aber ihr fehlten letztlich 63 Stimmen zum zweiten Platz. „Natürlich ist es schade“, sagte Brandstetter. Sie bedauerte es, von manchen Bürgern ausschließlich als junge Mutter von drei Kindern gesehen zu werden. Sie wird nun als Gemeinderätin in den nächsten Jahren an der Gestaltung von Hohenkammer mitarbeiten. Mit ihrem Ergebnis konnte sie leben – ganz im Gegensatz zu dem sichtlich geknickten Alfred Kopp. Nun haben Mario Berti und Susanne Hartmann noch einmal knapp zwei Wochen Zeit, Wähler der unterlegenen Kandidaten zu überzeugen und Nichtwähler zu mobilisieren. Angesichts des großen Interesses an der verschobenen Wahl hatten einige Beobachter mit mehr als 65,2 Prozent Wahlbeteiligung gerechnet. Am Sonntag, 27. September, ist Showdown um Hohenkammer.

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