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Nominierung des Bürgermeisterkandidaten: (v. l.) Ex-Bürgermeister Johann Stegmair, Mario Berti mit Frau Anja sowie der Ortsvorsitzende Alexander Stampfl.

Bürgermeisterwahl am 13. September

CSU Hohenkammer schickt Mario Berti offiziell ins Rennen

  • vonNico Bauer
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Die CSU in Hohenkammer hat nun offiziell nominiert: Zu den nachgezogenen Bürgermeisterwahlen am 13. September wird Mario Berti antreten. 

Hohenkammer Jetzt wird es ernst für die Bürgermeisterkandidaten in Hohenkammer. Nach den Verschiebungen wegen dem Tod eines Mitbewerbers und der Coronapause wächst nun das Feld für die Wahlen am Sonntag, 13. September. Zu den beiden bereits nominierten Kandidatinnen Susanne Hartmann (FDP) und Marina Brandstetter (BvHo) kommt nun Mario Berti dazu: Er wurde einstimmig von der CSU nominiert. Als Vierter im Bunde hat Alfred Kopp (FW) kommenden Mittwoch zur Versammlung geladen.

Die Veranstaltung am Freitagabend begann mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Bürgermeisterkandidaten Franz Josef Müller – ein bewegender Moment.

Corona-Lockerungenmachen Nominierung möglich

Sein Nachfolger Mario Berti ist schon länger als Vorschlag bekannt, konnte nun aber nach den Lockerungen für Versammlungen offiziell nominiert werden. „Ich bin jung und habe trotzdem Erfahrung“, sagte Mario Berti bei seiner Vorstellung. Er ist seit 2014 Gemeinderat, 30 Jahre jung und Zimmerermeister aus dem Ortsteil Unterwohlbach. Berti ist verheiratet und war unter anderem neun Jahre Vorsitzender des Burschenvereins. Er betonte auch seine Verbindung mit der Heimat: „Wer von Geburt an hier verwurzelt ist, dem liegt diese Gemeinde einfach am Herzen.“

Den dörflichen Charakter der Gemeinde erhalten

Berti sieht dieses Jahr als idealen Zeitpunkt für den großen Schritt ins Rathaus, wo der Stuhl des langjährigen Bürgermeisters Johann Stegmair derzeit verwaist ist. Mario Berti betonte, dass „die Gemeinde Hohenkammer gut aufgestellt ist, und das soll auch so bleiben“. Er möchte als Bürgermeister den dörflichen Charakter von Hohenkammer erhalten, die gesunden Finanzen so weiterführen und dazu die Infrastruktur schrittweise verbessern. Der Bürgermeisterkandidat sagte auch, dass er als Inhaber einer Zimmerei mit drei Mitarbeitern bereits seine Führungsqualitäten unter Beweis gestellt hat.

In der Versammlung des Ortsverbandes hat Berti schon mal überzeugt. Von den 17 wahlberechtigten Mitgliedern bekam er dann auch alle Stimmen. Nun können Berti und der Ortsvorstand die Aufgabe angehen, in Zeiten der Corona-Abstandsregeln einen ganz anderen Wahlkampf zu machen. Die CSU hofft vor allem darauf, dass ihr Kandidat die jungen Erwachsenen erreicht.

CSU-Chef zeigt sich mit Entwicklung im Ortsverein zufrieden

Zusammen mit der Nominierung von Mario Berti hielt die CSU Hohenkammer auch gleich ihre erste Mitgliederversammlung nach der Corona-Ausgangsbeschränkung ab, und da zeigte sich der Vorsitzende Alexander Stampfl sehr zufrieden. In den vergangenen Monaten hat der Ortsverband um zwei Mitglieder zugelegt auf nun 35 Personen. Eine andere Veränderung betrifft den Ortsvorsitzenden Stampfl, der im Gemeinderat zum 2. Bürgermeister gewählt wurde und bis zu der Wahl am 13. September erster Mann der Gemeinde ist. Stampfl zeigte sich beeindruckt von der Aufgabe: „Wir machen derzeit wirklich nur das Notwendigste, und das ist schon eine ganz schöne Aufgabe.“

Er dankte dabei dem Gemeinderat. „Denn wir haben hier schon ein sehr konstruktiv zusammenarbeitendes Gremium.“ Grundsätzlich ist der Ortsvorsitzende aber froh, wenn 2020 irgendwann einmal zu Ende ist: „Dieses Jahr hat schon komisch begonnen, und dann ging das immer so weiter.“

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