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Eine Wertschätzung des Mittelstandes: Zahlreiche Gäste darunter auch die Politprominenz des Landkreises Freising waren gekommen, um der Goldenen Meisterbriefverleihung beizuwohnen.

Goldener Meisterbrief für 37 Handwerksmeister

„Dieses System ist ein Schatz“

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35 Jahre und länger Handwerksmeister, Firmeninhaber und Ausbilder – das ist auch in den Augen von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aig-ner „wahrlich keine Selbstverständlichkeit“. Und deshalb gab es dafür am Freitag im Rahmen eines Festabends im Schloss Hohenkammer den Goldenen Meisterbrief.

Großes Lob für die Geehrten gab es von Kreishandwerksmeister Martin Reiter.

Hohenkammer Ein Vier-Gänge-Menü, eine Jazz-Combo des Camerloher-Gymnasiums, zahlreiche politische Prominenz mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner an der Spitze – es war alles gerichtet für 37 Handwerksmeister und -meisterinnen, die seit mindestens 35 Jahren den Mittelstand bilden, das Rückgrat der Wirtschaft sind, die laut Aigner „Vorbild für viele im Land“ seien. Sie alle bekamen am Freitag von der Kreishandwerkerschaft Freising und Erding den Goldenen Meisterbrief verliehen.

Und den, so wusste Kreishandwerksmeister Martin Reiter bei der Begrüßung der Gäste in Hohenkammer genau, bekomme man nur, wenn man über Jahrzehnte hinweg Fleiß und Können an den Tag gelegt habe. Nach über zehn Jahren, so Reiter, gebe es also wieder einen solchen Handwerkerabend, bei dem die Aushängeschilder der 2500 Betriebe im Bereich der Kreishandwerkerschaft Freising mit ihren 12 000 Mitarbeitern und 700 Ausbildungsstellen gewürdigt wurden. Dass die Betriebe allesamt brav ihre Steuern zahlen – und das nicht zu knapp –, darauf, so scherzte Reiter, könne man freilich gut verzichten. Nach der Vorstellung der Gemeinde durch Bürgermeister Johann Stegmair, nach Salatbüfett und Suppe trat dann Ilse Aigner ans Mikrofon, bekannte, selbst ein „Handwerkerkind“ zu sein. Handwerksmeister – das habe „etwas mit Gefühl und Stolz zu tun“, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin, das Handwerk mit seinen 200 000 Mitarbeitern, 100 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr und 30 Prozent der Ausbildungsplätze in Bayern sei von besonders hohem Stellenwert.

Dass der Freistaat Bayern mehr in die berufliche Bildung investiere als alle anderen Bundesländer zusammen, hob Aigner ebenso hervor wie die Vorteile des Ausbildungssystems und den Meisterbrief als „Qualitätsmerkmal“. Dieses System sei „ein Schatz“, den man sich nicht durch Angriffe von außen kaputtmachen lassen dürfe.

Und dann ging es nach dem Hauptgang und vor dem Nachspeisenbüfett an die Verleihung der Auszeichnungen, die nach Innungen verteilt wurden.

Die Bäcker waren Martin Herrmann (Fahrenzhausen, 45 Jahre), Hans Kistenpfenning (Fahrenzhausen, 44), Josef Muschler (Freising, 39) und Manfred Treitinger (Nandlstadt, 38). Bei der Bauinnung waren es Manfred Apold (Langenbach, 44), Franz Auer (Bockhorn, 38), Anton Bach (Forstern, 41), Josef Käsmeier (Fraunberg, 42), Georg Krojer (Wollersdorf, 42), Matthias Renz (Hallbergmoos, 46), Heinrich Waldhier (Hallbergmoos, 42) und Johann Westermeier (Nörting, 44). Von der Friseurinnung geehrt wurden Erika Herrmann (Eching, 44), Heinz Jüstl (Moosburg, 36), Clementine Lachermeier (Eching, 47), Hermine Malkrab (Freising, 41), Sylvia Mehr (Freising, 42), Christine Schweiger (Wolfersdorf, 37 Jahre) und Jakob Schweiger (Wolfersdorf, 38). Als nächstes die Maler: Walter Kahlert (Massenhausen, 48), Ludwig Kieninger (Moosburg, 39), Josef Kortus (Allershausen, 38) und Albert Vogler (Hallbergmoos, 35). Danach die Rolladenbauer Reinhard Felser (München, 39), Manfred Meisel (München, 37) und Konrad Weingartner (Eching, 44), gefolgt von den Schreinern: Lorenz Aschauer (Paunzhausen, 47), Anton Beer (Wolfersdorf, 38), Herrmann Diermer (Kammerberg, 44), Manfred Edlhuber (Neufahrn, 51), Korbinian Haindl (Kirchdorf, 38), Gerhard Köberlein (Fahrenzhausen, 35), Sebastian Schütz (Mauern, 37), Leonhard Straßer (Großeisenbach, 51) und Stephan Voit (Au/Hallertau, 38). Zum Schluss aus dem Bereich Sanitär und Heizung Paul Frauenberger (Kirchberg, 38) und Nikolaus Unger (Zolling, 49).

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