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Großes Interesse sieht anders aus: Nur 22 Bürger hatten den Weg ins Schloss Hohenkammer gefunden, um sich bei der Bürgerversammlung Infos aus erster Hand abzuholen.

Bürgerversammlung Hohenkammer

Ein Männerüberschuss und„wildes Umeinanderplakatieren“

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Große Probleme mit der Gemeindepolitik scheinen die Bürger von Hohenkammer nicht zu haben. Allein die Tatsache, dass zur Bürgerversammlung des Hauptorts im Schloss Hohenkammer nur rund zwei Dutzend interessierte Bürger erschienen waren, spricht für sich. Bürgermeister Johann Stegmair verlebte also einen relativ ruhigen Abend.

Hohenkammer – Dass nur zwei Dutzend Bürger den Weg zur Bürgerversammlung gefunden hatten, kann auf jeden Fall nicht mit einer schwindenden Einwohnerzahl begründet werden. Denn Hohenkammer wächst – von 2564 Einwohnern mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde am 1. Oktober 2016 auf 2615 am 1. Oktober 2017.

Und auch der Anteil der ausländischen Mitbürger, so weist es die Statistik aus, stieg – von 347 zum Stichtag 2016 auf 388 heuer. 40 Nationalitäten sind dabei vertreten, berichtete Stegmair, die größten Nationengruppen seien die Rumänen (76), die Ungarn (42) und die Polen (40). 1365 Einwohner in Hohenkammer sind männlich, „nur“ 1250 weiblich, der Altersdurchschnitt beträgt 40,55 Jahre. Darunter sind 507 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren. Der Rest darf wählen – und damit war man bei einem Thema, das nicht nur die Bürger, sondern auch den Bürgermeister ärgert: die Wahlplakate. 

Viele Infos rund um das Gemeindeleben hatte Bürgermeister Johann Stegmair für seine Gäste im Gepäck.

Ein Bürger hatte sich tags zuvor bei der Bürgerversammlung in Schlipps über die große Zahl an Wahlplakaten zur Bundestagswahl geärgert und angeregt, ob man nicht auch in der Gemeinde Hohenkammer Groß-Plakatwände aufstellen könne, auf denen Plakatieren erlaubt sei – und sonst nirgends. Stegmair: „Das kann ich nur unterstützen.“ Man werde diesen Vorschlag im Gemeinderat diskutieren, denn auch ihn störe „dieses wilde Umeinanderplakatieren“. Zumal manche Parteien bei der Bundestagswahl „über das Ziel hinausgeschossen“ seien – und trotzdem großen Erfolg gehabt hätten, kritisierte

Stegmair.  Er konnte bei der Bürgerversammlung auch berichten, wie es mit der „Alten Post“ weitergehe: Das Kellergeschoß sei für gemeindliche Nutzung beziehungsweise die Nutzung durch Vereine vorgesehen, das Erdgeschoß und die beiden Obergeschoße würden zu einem Boardinghaus umgebaut.

Im Dachgeschoß soll eine Wohnung entstehen, eine Gastwirtschaft sei also nicht vorgesehen. Dass die Gemeinde Hohenkammer finanziell gesund ist, das hatten die Zuhörer schon tags zuvor in Schlipps gehört. Dass aber auch die Bürger von Hohenkammer gesund sind und bleiben, dafür sorgt, so berichtete der Rathauschef, Dr. Georg Binner, der seit einem Monat die Praxis an der Münchner Straße 2 als Filiale seiner Arztpraxis in Oberdolling betreibt.

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