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Großbrand in Hohenkammer - mehrere Feuerwehren im Einsatz.

Behörden warnten Anwohner

Riesige Rauchsäule über Hohenkammer - Feuerwehr-Großeinsatz in Mülldeponie

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Am Samstag brach ein Großbrand in einer Mülldeponie bei Hohenkammer im Lankdreis Freising aus. Rund 160 Feuerwehrkräfte rückten aus. Anwohner wurden gewarnt.

Update, Sonntag, 31. März, 9.18 Uhr: Laut dem Landratsamt Freising kam es nicht zu Explosionen. Anwohner berichteten zuvor zum Ereigniszeitpunkt der Polizei von mehreren Explosionen, die sie gehört hätten. 

Die Löscharbeiten zogen sich trotzdem über Stunden und waren alles andere als leicht. 

„Dadurch, dass der Müll so komprimiert war, mussten wir ihn erst ausbreiten und dann ablöschen“, sagte Kreisbrandrat Manfred Danner, der ebenso wie die Kreisbrandinspektion vor Ort war. Das schwelende Material musste daher aus der Halle abgefahren und dann auf freiem Gelände endgültig gelöscht werden. Laut dem Entsorgungsunternehmen handelte es sich um eine Materialmenge von etwa 70 t.

Da es eine starke Rauchentwicklung gab, war der Einsatz von 58 Atemschutzgeräteträgern nötig. Anwohner wurden dazu angehalten Fenster und Türen geschlossen zu halten - vor allem wegen der Geruchsbildung. Eine Gesundheitsgefahr bestand für sie laut Feuerwehr jedoch nicht.

Nach Abschluss der Löscharbeiten startete das THW noch eine Drohne zum Überflug der weitläufigen Entsorgungsanlage, um die Lage abzuklären. Anhand der Luftbilder konnten die Einsatzkräfte danach weitere Brandstellen ausschließen.

Am Einsatz beteiligt waren: Feuerwehr Allershausen, Feuerwehr Eching, Feuerwehr Freising, Feuerwehr Hohenkammer, Feuerwehr Ilmmünster, Feuerwehr Paunzhausen, Feuerwehr Petershausen, Feuerwehr Obermarchenbach, Feuerwehr Reichertshausen, Feuerwehr Schlipps, das BRK Freising, die Johanniter Allershausen und das THW Freising.

Update, Sonntag, 31. März, 6.27 Uhr: Am Tag nach dem Großbrand gibt es weitere Informationen. Laut dem Polizeipräsidium Oberbayern Nord rückten am Samstag gegen 13.30 Uhr nach mehreren Notrufen durch Anwohner insgesamt rund 160 Feuerwehrkräfte aus den Landkreisen Freising, Dachau und Pfaffenhofen aus. Unterstützt wurden sie von Rettungsdienst und vielen weiteren Rettungskräften sowie von der Polizei. Sie kämpften bis in die Nacht mit den Flammen - mit Erfolg.

Der Brand war in der Lagerhalle eines Entsorgungsunternehmens ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Die Kripo Erding hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit gibt es noch keine Erkenntnisse zur Brandursache. Ein Polizeihubschrauber hat den Brandverlauf aus der Luft dokumentiert. Auch mit einer Schadensschätzung hält sich die Polizei derzeit noch zurück.

Auch im Landkreis Erding forderte ein Großbrand in der Nacht auf Sonntag über 100 Einsatzkräfte.

Erstmeldung, Samstag, 30. März, 16 Uhr

Hohenkammer - Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Niernsdorf (Gemeinde Hohenkammer) ist am frühen Samstagnachmittag ein Großfeuer ausgebrochen. Wie die Polizei Freising berichtet, hatten Anwohner mehrere Explosionen gehört und den Notruf gewählt. Als die Löschkräfte anrückten, war schon von Weitem eine riesige Rauchsäule zu erkennen. 

Derzeit kämpfen rund zehn Feuerwehren aus den Landkreisen Freising, Dachau und Pfaffenhofen gegen das Feuer, das in einer nach vorne hin offenen Lagerhalle ausgebrochen ist. Die Löscharbeiten gestalten sich kompliziert und aufwendig, da Papier- und Kunststoffabfall-Haufen mühsam aus der Halle gebracht werden müssen, um sie abzulöschen. Die gute Nachricht: Laut Polizei gibt es bislang keine Verletzte. 

Müllverwertungsanlage in Niernsdorf in Brand

Großbrand in Hohenkammer: Polizei-Hubschrauber kreist in der Luft

Mit im Einsatz sind auch Helfer des THW. Die Polizei ist neben Streifenbesatzungen und Brandfahndern der Kripo auch mit einem Helikopter vor Ort, um die Auswirkungen auf umliegende Ortsteile zu beobachten. 

Über den Rundfunk wurde die Bevölkerung vor allem im nördlichen Bereich aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Ursache ist derzeit noch unklar, vorsichtige erste Schätzungen gehen von einem Sachschaden im mittleren fünfstelligen Euro-Bereich aus.

mm/tz/kmm

Lesen Sie auch: „Feuerwehr, nicht Hausmeister-Service“: Immer mehr Fehlalarme sorgen für Ärger

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