Umbau an der unteren Zufahrt: Die bestehende Grüninsel hat die Abkürzer nicht abgeschreckt. Nun wird die Zufahrt zur Schlossstraße verschwenkt und auf beiden Seiten ein Gehweg gebaut.
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Umbau an der unteren Zufahrt: Die bestehende Grüninsel hat die Abkürzer nicht abgeschreckt. Nun wird die Zufahrt zur Schlossstraße verschwenkt und auf beiden Seiten ein Gehweg gebaut.

Straße wird saniert

Anwohner schützen: Abkürzung über Hohenkammerer Schlossstraße bald nicht mehr möglich

  • vonNico Bauer
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Mit dem Abkürzen über die Schlossstraße in Hohenkammer soll bald Schluss sein: Die Straße wird saniert.

Hohenkammer – Die Schlossstraße in Hohenkammer bietet sich regelrecht als Abkürzung an, wenn man über die Staatsstraße aus Petershausen kommt und in Richtung Autobahn nach Allershausen oder auf die B 13 nach München fahren möchte. Mit dem kurzen Weg über die Anliegerstraße erspart man sich die große Kreuzung am Rathaus und die B13-Bergfahrt. Damit soll nun Schluss sein, wenn die Straße erneuert wird. Mit diversen baulichen Maßnahmen sollen die Anlieger vor dem Durchgangsverkehr geschützt werden.

Gehweg an beiden Seiten

Im Gemeinderat stellte Geschäftsführer Marco Unruh die Details der Planung vor. Bei einem früheren Umbau wurde bereits unten am Berg eine Grüninsel installiert, aber die reichte nicht aus, um den Durchgangsverkehr einzudämmen. Nun zeigte Marco Unruh auf, dass die Straße deutlich verschwenkt werden soll. Das macht die Schlossstraße als Abkürzung unattraktiver, der Zeitgewinn ist dann nur noch marginal.

Ein weiterer Vorteil ist, dass damit 1,25 Meter Gehweg an beiden Seiten realisiert werden können. Dieser Bereich wird auch stark von Fußgängern frequentiert – als direkter Weg hin zu dem Geschäftshaus in der Ortsmitte. Bislang mussten Fußgänger mehrfach die Schlossstraße überqueren, um auf den Gehwegen bleiben zu können. Marco Unruh machte deutlich, dass die neue Straßenbreite von 3,50 Metern dem Autofahrer ein anderes Bild vermittelt. „Damit erzwinge ich das Abbremsen bei Rasern“, sagte der Geschäftsführer. Begegnungsverkehr ist damit weiter möglich, aber eben nur langsam und vorsichtig. „Maßgeblich für die Straßenbreite sind die Feuerwehr und der Busverkehr“, machte Unruh deutlich.

„Das Problem wird durch den Neubau toll gelöst“

Im Gemeinderat zeigte man sich zuversichtlich, dass die Anlieger der Schlossstraße ihre Ruhe zu großen Teilen zurückbekommen. „Das Ziel der Maßnahme soll vor allem eine Verkehrsberuhigung sein“, sagte Bürgermeister Mario Berti, „denn hier kürzen wirklich viele ab.“ Große Zustimmung gab es auch vom 2. Bürgermeister Michael Loy: „In der Straße wird viel zu schnell gefahren, das Problem wird durch den Neubau toll gelöst.“ Der Gemeinderat sah aber auch schnell, dass die geografischen Gegebenheiten manche Probleme unlösbar machen. Im oberen Bereich der Schlossstraße gibt es wenige Meter vom Geschäftshaus entfernt zwischen zwei Häusern eine Engstelle, an der nicht einmal ein einseitiger Gehweg realisiert werden kann. Auch hier waren die Fahrzeuge der Feuerwehr und die Busse die maßgebenden Werte.

Der Gemeinderat fand dann aber zumindest eine kleine Lösung für das nicht veränderbare Nadelöhr der Straße. Hier sollen alle Verkehrsteilnehmer mit einem roten Belag auf die besonderen Gefahren hingewiesen werden. Die Maßnahme wird brutto 263 500 Euro kosten und wurde einstimmig beschlossen. Baubeginn ist Anfang oder Mitte Juni. Die beauftragten Firmen werden direkt nach der Erneuerung der Gemeindestraße zwischen Untermarbach und der B 13 in der Schlossstraße weitermachen.

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