Kämmerer Unruh präsentierte ein solides Zahlenwerk.
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Kämmerer Marco Unruh präsentierte den Gemeinderäten in Hohenkammer ein solides Zahlenwerk.

Gemeinderat verabschiedet Haushalt 2021

Hohenkammer geht gelassen durch die Pandemie: „Wir wirtschaften gut mit unserem Geld“

  • vonNico Bauer
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Die Gemeinde Hohenkammer wird finanziell stressfrei durch die Pandemie kommen. Der Gemeinderat verabschiedete einen soliden Haushalt, von dem anderen Kommunen nicht einmal zu träumen wagen.

Hohenkammer - Kämmerer Marco Unruh stellte in der Gemeinderatssitzung Hohenkammer einen Finanzplan vor, der ein Gesamtvolumen von 7,1 Millionen Euro aufweist und damit eine Million weniger als im Vorjahr. Der Verwaltungshaushalt liegt bei 6,1 Millionen Euro (2020: 6,5) und der Vermögenshaushalt bei 1,0 Millionen Euro (2020: 1,5). Sehr erfreulich ist die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt mit 451 000 Euro. „Wir haben nicht mehr Geld als andere Kommunen“, sagte Unruh, „aber wir wirtschaften gut mit unserem Geld.“

Handwerk in Hohenkammer hilft, ohne große Einbußen durch die Krise zu kommen

In das Bild der solide aufgestellten Gemeinde passen auch die konstanten Einnahmen. Kämmerer Unruh rechnet wieder mit rund einer Million Euro Gewerbesteuer. Da die Wirtschaft in Hohenkammer von Produktion und Handwerk geprägt ist, gibt es hier keine Einbußen zu erwarten.

Bei der Einkommenssteuerbeteiligung rechnet man mit rund fünf Prozent Rückgang auf 2,1 Millionen Euro. „Die Einnahmen im Haushalt sind sehr realistisch geschätzt“, sagte Marco Unruh. Einen logischen Schritt zurück macht die Gemeinde Hohenkammer von 4,1 auf 3,1 Millionen Euro. Der absolute Rekordwert aus dem vergangenen Jahr basiert auf den zwei Millionen Euro Gewerbesteuereinnahme 2018. Die Umlagekraft ist nun wieder in dem für Hohenkammer normalen Bereich und deshalb hat die Gemeinde auch wieder die Zusage des Freistaates Bayern über 177000 Euro Schlüsselzuweisung bekommen.

Keine neuen Schulden nötig, Rücklagen stabil

Unterm Strich bleibt die Gemeinde auf ihrem Weg. Die schuldenfreie Kommune muss auch dieses Jahr keine Fremdgelder aufnehmen und muss den Haushalt nicht durch die Kommunalaufsicht genehmigen lassen. Die Rücklagen von 2,3 Millionen werden laut Marco Unruh mindestens in der gleichen Höhe bestehen bleiben. Der Vermögenshaushalt liegt mit einer Million Euro deutlich unter den vergangenen Jahren und zeigt, dass die bescheidende Gemeinde nicht über die eigenen Verhältnisse lebt. Wichtigste Ausgabe sind die rund 600 000 Euro für die Erneuerung der Gemeindestraße zwischen Untermarbach und der B 13 sowie der Schlossstraße. Rund 170 000 Euro wurden eingestellt für weitere Kanalbefahrungen und -sanierungen. Die Jugendlichen im Ort dürfen sich freuen, dass 50 000 Euro für die Realisierung des Dirtparks reserviert sind. Für den Neubau der Brücke in Schlipps wurden weitere 50 000 Euro eingestellt.

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