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Hohenkammer sagt Nein zu beantragtem Kiesabbau, weil der Umgriff zu klein ist

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Von: Nico Bauer

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Kiesabbau sorgt immer wieder für Debatten in den Gemeinden.
Über einen Antrag auf Kiesabbau hatte der Gemeinderat Hohenkammer zu befinden - und lehnte ab. © Oliver Bodmer

In Pelka (Gemeinde Hohenkammer) ist Kiesabbau möglich. Jetzt lag dem Gemeinderat ein Antrag vor. Der wurde aber abgelehnt, weil das Vorhaben zu klein dimensioniert ist.

Hohenkammer – Nahe dem Ortsteil Pelka hat die Gemeinde Hohenkammer die planerischen Voraussetzungen geschaffen, um auf derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen einen Kiesabbau möglich zu machen. Nun wurde der Antrag gestellt, auf einem Teilbereich Bodenschätze abbauen zu können. Bei einer Stimme für das Projekt von Ernst Kauer wurde das Projekt abgelehnt. Nun hat das Landratsamt das letzte Wort.

Die Gemeinde Hohenkammer hat die planerischen Voraussetzungen für eine Konzentration des Kiesabbaus in der Gemeinde geschaffen und dabei eine Bedingung formuliert, dass die Maßnahme auf mindestens fünf Hektar Fläche mit einer Breite ab 80 Meter erfolgen müsse. Die nun beantragte Maßnahme ist deutlich kleiner. Gemeinde-Geschäftsführer Marco Unruh erklärte den Gemeinderäten, dass somit nicht die definierten Vorgaben der Gemeinde erfüllt werden. Die Kommune möchte das Landschaftsbild nicht zu sehr beeinträchtigen und deshalb mit einem Kiesabbau auf den mindestens fünf Hektar mehrere kleine Maßnahmen verhindern.

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Ernst Kauer war aus der Reihe des Gemeinderats der Ausreißer und zeigte kein Verständnis für die Argumente von Bürgermeister und Verwaltung: „Ein kleines Loch verschandelt die Landschaft auch nicht anders als ein großes Loch.“ Außerdem liege der beantragte Abbau bei mehr als der Hälfte von den gut fünf Hektar, „was für mich in Ordnung ist“. Kauer argumentierte weiter, dass man von einem Betreiber nicht erwarten könne, dass er mit allen Grundstücksbesitzern Einigungen erzielt. Letztlich folgte das Gremium aber der Sichtweise der Verwaltung und lehnte den Kiesabbau mit 13:1 Stimmen ab.

Nun liegt der Fall zur Prüfung beim Freisinger Landratsamt und dort muss man beurteilen, ob eine zu geringe Größe des Abbaugebiets als Ablehnungsgrund reicht. Sollte das Landratsamt einen anderen Standpunkt vertreten, müsste sich der Gemeinderat noch einmal mit dem Antrag beschäftigen. Auch die Verwaltung wartet derzeit gespannt, wie die übergeordnete Behörde den Fall bewertet.

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