Kämmerer Marco Unruh mahnte zur Sparsamkeit.
+
Kämmerer Marco Unruh mahnte zur Sparsamkeit.

Jahresrechnung der Gemeinde Hohenkammer: Corona schlägt sich nicht in Zahlen nieder

Hohenkammer schafft Punktlandung in Sachen Finanzen

  • vonNico Bauer
    schließen

Es sieht ein fast so aus, als habe die Coronapandemie einen Bogen um das Rathaus von Hohenkammer gemacht. Finanzielle Einbußen gibt es nicht.

Hohenkammer - Die Einkommensteuerbeteiligung lag mit 2,02 Millionen Euro 223 000 Euro unter dem eigentlichen Ansatz. Unter dem Strich waren die Einnahmen aber grundsolide.

Im Rechnungsergebnis steigt das Volumen des Gesamthaushaltes auf 8,34 Millionen Euro (Ansatz: 8,16). Dieser Betrag teilt sich auf in den Verwaltungshaushalt mit 6,72 Millionen Euro (Ansatz: 6,58) und den Vermögenshaushalt mit 1,61 Millionen Euro (Ansatz: 1,57). Erfreulich ist auch die Zuführung von 539 000 Euro vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt und die 28 000 Euro, die der Rücklage zugeführt werden konnten. „Wir haben eine Punktlandung geschafft“, sagt der Gemeinde-Geschäftsführer und Kämmerer Marco Unruh.

Es ist längst auch eine gute Nachricht, dass die schuldenfreie Gemeinde keine staatlichen Schlüsselzuweisungen mehr bekommt. Dies ist ein Indiz für die wirtschaftlich gute Entwicklung. Ende 2020 hat man nun 2,36 Millionen Euro Rücklagen, die auch mittelfristig Sicherheit geben. Deshalb konnte Marco Unruh dann auch ein erfreuliches Fazit vor dem Gemeinderat ziehen: „Die Finanzsituation der Gemeinde Hohenkammer ist nach wie vor sehr gut. Die Gemeinde ist für die nächsten Jahre finanziell gut aufgestellt mit den finanziellen Reserven und dem verwertbaren Vermögen. Die Prognose ist positiv.“ Derzeit deutet auch alles daraufhin, dass die Rücklage Ende 2021 weiter stabil jenseits der zwei Millionen Euro steht.

Der Kämmerer warnt den Gemeinderat aber auch trotz der erfreulichen Zahlen, dass man in den kommenden Jahren sparsam bleiben sollte und vorsichtig mit den Mitteln in der Gemeindekasse umgehen soll. Unruh rechnet nicht nur mit Steuereinbrüchen in Folge der Coronakrise, sondern auch mit Erhöhungen der Umlagen von Landkreis oder Bezirk. Die Belastungen für die Gemeinde dürften in den kommenden Jahren zunehmen, soviel sei sicher.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare