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Ruhe vor dem Sturm: Die Überquerung der B 13 in Hohenkammer mitten im Ortskern ist zu Zeiten des Berufsverkehrs sehr gefährlich. Vor allem, wenn Passanten die Straße an der unübersichtlichen Stelle nach der Kurve passieren wollen.

Erfreuliche Überraschung im Gemeinderat Hohenkammer

Für den Bund ist die B 13-Umfahrung „vordringlich“

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Es wird zwar noch einige Jahre dauern. Aber für Hohenkammer zeichnet sich in Sachen B 13-Ortsumfahrung zumindest eine mittelfristige Lösung ab.

Hohenkammer Als der Gemeinderat Hohenkammer kürzlich die Änderung seines Flächennutzungsplans verabschiedete, lag dem Gremium auch eine Stellungnahme des Staatlichen Bauamts vor. Die Behörde verwies auf die Planung einer Umgehungsstraße. Diese wurde nicht in den Flächennutzungsplan aufgenommen, aber eine Verkehrslösung für den Ort rückt näher.

Der Gemeinderat konnte dem Antrag nicht folgen, eine Route für die Umgehungsstraße in den Plan aufzunehmen. Schließlich handele es sich nur um eine Änderung und nicht um die Neuaufstellung eines Flächennutzungsplans. Dennoch kam es bei den Räten gut an, dass laut dem Schreiben des Staatlichen Bauamts die Verlegung der Bundesstraße B 13 an Hohenkammer im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingeordnet ist. Des Weiteren gibt es auch den Plan, bei der Staatsstraße von Hohenkammer nach Allershausen eine Umgehung für Eglhausen zu realisieren. Diese Maßnahme ist allerdings nur in der 2. Dringlichkeit des Ausbauplans der bayerischen Staatsstraßen.

Für Bürgermeister Johann Stegmair wäre die Umgehungsstraße ein Quantensprung, „denn wir haben an Spitzentagen 14 000 Fahrzeuge im Ort und in der Regel um die 10 000 in 24 Stunden“. Er schätzt, dass rund zwei Drittel der Fahrzeuge zwischen Pfaffenhofen und Allershausen unterwegs sind. Deshalb würde ein erster Bauabschnitt der Umgehung schon eine große Entlastung bringen. Teil zwei wäre dann eine Verlängerung, die bei Eichethof wieder in die aktuelle Trasse der B 13 einmünden würde.

Trotz dem vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan glaubt Stegmair nicht an eine schnelle Umsetzung: „Ein Umsetzung in der nächsten Legislaturperiode bis 2026 ist fern jeder Realität. Realistisch ist der Bau dieser Umgehung in etwa 20 Jahren.“

Umdenken der Behörden macht Stegmair zufrieden

Der scheidende Bürgermeister, der ab 1. Mai nur noch als Kreisrat kommunalpolitisch aktiv ist, registrierte dennoch zufrieden das Umdenken der Behörden. Mittlerweile habe der Bund den Bedarf einer Maßnahme gesehen. Es gibt auch Beschlüsse, dass die Tangenten zu Autobahnen gestärkt werden sollen. Eine Umfahrung von Hohenkammer würde wohl zwischen den beiden Orten Ober- und Unterwohlbach durchgeführt werden. Dann gibt es zwar eine freie Landschaft bis hin zu der Staatsstraße zwischen Hohenkammer und Eglhausen, aber eben auch das Glonntal. Bürgermeister Stegmair sieht in diesem sensiblen Naturbereich einen sicher nicht unproblematischen Planungsprozess.

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