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Verabschiedung von 96 Jahren Gemeinderat und 24 Jahren Bürgermeister. (v. l.) Ferdinand Rottmair, Leo Hermann, Johann Bernhart, Johann Stegmair, Josef Neumaier und Thomas Rottmair.

Generationenwechsel im Gemeinderat Hohenkammer

Erfahrenes Sextett verlässt kommunalpolitische Bühne

  • vonNico Bauer
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„So wie ich angefangen habe, werde ich auch aufhören“, sagte Johann Stegmair in seiner letzten Sitzung nach 24 Jahren als Bürgermeister von Hohenkammer.

Hohenkammer – Voller Stolz trug Stegmair ein letztes Mal die Amtskette bei dem wichtigen Akt der Verabschiedung langjähriger Gemeinderäte. Mit dem Bürgermeister haben große Persönlichkeiten das Gremium verlassen. Sie bekamen zum Abschied Löwen mit dem Wappen der Gemeinde Hohenkammer sowie ihrem Namen und der Amtszeit.

Nicht nur Johann Stegmair hat sein Bürgermeisteramt nach vier Amtsperioden freiwillig abgegeben, um in den kommunalpolitischen Ruhestand zu gehen. Auch Johann Bernhart (BvHo), der Stegmair als Vize begleitet hatte, verabschiedete sich nach 24 Jahren als Zweiter Bürgermeister. Stegmair dankte seinem langjährigen Stellvertreter für dessen Verlässlichkeit: „Du warst immer da, wenn ich dich gebraucht habe.“ Bernhart war am 1. Mai 1990 in den Gemeinderat gewählt worden und vollendete mit seinem Abschied die drei Jahrzehnte im Ehrenamt.

96 Jahre kommunalpolitische Erfahrung fehlen dem Gremium nun

Johann Stegmair hatte ausgerechnet, dass mit den fünf aus dem Gremium ausgeschiedenen Kollegen insgesamt 96 Jahre nunmehr die kommunalpolitische Bühne verlassen. Bernhart war mit seinen 30 Jahren also nicht das einzige Schwergewicht. Leo Hermann (Grüne) und Ferdinand Rottmair (BvHo) kommen seit 1996 auf jeweils 24 Jahre in dem Gremium. Josef Neumaier (BvHo) war seit 2008 dabei, und bei Thomas Rottmair (CSU) wären es ohne dessen Wegzug aus der Gemeinde auch mehr als sechs Jahre im Gemeinderat geworden.

„Wir waren nie Regierung und Opposition“, sagte Johann Stegmair und sieht in dieser Zusammenarbeit ohne Parteigrenzen das Erfolgsrezept für die gute Arbeit. „Der Bürger will keine Parteipolitik“, sagte der scheidende Bürgermeister und betonte, dass unterschiedliche Meinungen in der Diskussion um die besten Lösungen für Hohenkammer völlig normal seien. Stegmair macht sich aber keine Sorgen um das neue Gremium, obwohl sehr erfahrene Mitglieder der Runde nun ausgeschieden sind.

„Mit ihnen geht viel Wissen, aber wir haben immer noch Gemeinderäte, die schon seit 18 oder 24 Jahren dabei sind“, betonte Stegmair. Diesen Gemeinderäten, die zukünftig die Geschicke der Gemeinde lenken werden, wünschte der scheidende Rathauschef, dass man weiterhin wichtige Entscheidungen „parteiübergreifend im Sinne der Sache“ fällen werde.

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