Derzeit wird das gemeindliche Grundstück zwischen Schreinerei und Sportplatz als Blühfläche genutzt. Künftig sollen sich dort Jugendliche im Dirtpark austoben.
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Derzeit wird das gemeindliche Grundstück zwischen Schreinerei und Sportplatz als Blühfläche genutzt. Künftig sollen sich dort Jugendliche im Dirtpark austoben.

Anlage erneut Thema im Gemeinderat

Wieder Sorge um Dirtpark-Standort: Auch mit alternativem Areal sind in Hohenkammer nicht alle zufrieden

  • VonNico Bauer
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Auch den alternative Standort für den Dirtpark Hohenkammer finden nicht alle gut. Sorgen bereitet nicht nur möglicher Lärm.

Hohenkammer – Mit einem Dirtpark an der Pfarrer-Egger-Straße wollte die Gemeinde Hohenkammer ein spannendes Projekt für Jugendliche verwirklichen. Nach massiven Protesten aus der Nachbarschaft verlegte man den Standort. Nun regt sich schon wieder Widerstand. Im Gemeinderat sorgt man sich daher, dass Anwohner erneut gegen das Projekt mobil machen könnten.

Eingeschränkter Hochwasserschutz?

Rückblick: Ursprünglich war ein Areal an der Pfarrer-Egger-Straße für den Dirtpark angedacht. Dort befürchteten Anwohner jedoch zu viel Lärm von den Jugendlichen, wenn die in der Nachbarschaft auf dem Parcours fahren würden. Schriftlich hatte man sich an das Gremium gewendet und sich auch bei einem Ortstermin des Gemeinderats deutlich zu Wort gemeldet. Diese Einwände nahmen die Entscheider ernst, prüften Alternativen und entschieden sich dann um: für ein gemeindliches Grundstück zwischen der Schreinerei Bernhart und der Sportanlage.

Auf den ersten Blick gibt es hier im Glonn-Überschwemmungsgebiet keine Nachbarn. Im Gemeinderat meldete sich nun aber SPD-Rat Ernst Kauer zu Wort und berichtete von einer Beschwerde über die Standortentscheidung. Ein Bewohner auf der anderen Seite der Glonn habe die Befürchtung geäußert, dass durch die bauliche Anlage neben dem Gewässer sein Hochwasserschutz ein Stück weit eingeschränkt werde. Kauer zeigte auch etwas Verständnis für den Bürger, der ihn auf den Dirtpark angesprochen habe. „Mit den Anliegern dort hat kein Mensch gesprochen“, sagte der langjährige Gemeinderat.

Lage von neuem Standort nicht vergleichbar

Bürgermeister Mario Berti (CSU) stellte klar: Bei dem eingegrünten Grundstück an der Pfarrer-Egger-Straße sei die Gemeinde auch nicht von sich aus aktiv geworden. Dort hätten sich die Bürger informiert und mit einer schriftlichen Anfrage an den Gemeinderat gewandt. Dieser Weg stehe allen Bürgern offen.

„Wir sollten alle fragen, die eine Kröte schlucken müssen“, fand jedoch Kauer. Schließlich hätten die Grundstücksbesitzer an der Glonn keine wirkliche Chance gehabt, vor der Standortabstimmung etwas zu sagen. Dem widersprach CSU-Rätin Brigitte Ingold, denn öffentliche Punkte von Tagesordnungen würden über verschiedene Kanäle bekannt gemacht. „So haben sich auch die Anwohner der Pfarrer-Egger-Straße gemeldet“, sagte Ingold.

Beim neuen Standort sei die Lage auch nicht zu vergleichen, weil die nächsten Anlieger deutlich weiter von der geplanten Dirtpark-Anlage entfernt wohnen würden. Nach der kurzen Diskussion im Gemeinderat ist jedoch keine weitere Debatte über den Standort der neuen Freizeiteinrichtung vorgesehen.

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