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Daumen hoch für Mario Berti (3. v. l.) 2. Bürgermeister Alexander Stampfl, First Lady Anja Berti und Ex-Bürgermeister Johann Stegmair freuen sich mit.

Stichwahl

In Hohenkammer regiert weiterhin ein CSU-Bürgermeister - FDP-Kandidatin unterlegen

  • Andrea Beschorner
    vonAndrea Beschorner
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  • Nico Bauer
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In Hohenkammer weht nach wie vor die Flagge der CSU auf dem Rathaus. In der Stichwahl am Sonntag sicherte sich Mario Berti den Chefsessel für die kommenden sechs Jahre. Susanne Hartmann (FDP) unterlag. 

Hohenkammer – 666 Stimmen haben gereicht, damit die schöne Glonntal-Gemeinde Hohenkammer „schwarz“ bleibt. Mit der Schnapszahl der Wählerstimmen und 52,8 Prozent gewann CSU-Kandidat Mario Berti gestern die Stichwahl gegen Susanne Hartmann (FDP). Berti ist damit der Nachfolger des bisherigen CSU-Bürgermeisters Johann Stegmair, der am 30. April seinen letzten Arbeitstag hatte.

Mit 666 Stimmen ans Ziel

Die Wahlbeteiligung lag diesmal bei 62,8 Prozent. Genau 70 Stimmen gaben bei der Stichwahl am Sonntag den Ausschlag. 666 Bürger votierten für Mario Berti und 596 für Susanne Hartmann, die so etwas wie die heimliche Bürgermeisterin des Hauptortes ist. Nach den Stimmen der kleinen Ortsteile lag Berti mit 65 Prozent vorne. 174 Stimmen betrug der Vorsprung in den Ortsteilen. Als später die Ergebnisse des Hauptortes eintrudelten, begann die Aufholjagd der FDP-Gemeinde- und Kreisrätin. Nach den Wahllokalen im Hauptort lag Berti nur noch mit gut 56 Prozent der Stimmen vorne und am Ende landete er bei 52,8. Es war ein bisschen der Sieg vom Bürgermeister der Ortsteile gegen die Bürgermeisterin des Hauptortes, die in Hohenkammer selbst 60,6 Prozent in den Wahllokalen und 55,5 Prozent bei der Hauptort-Briefwahl erreichte.

Mario Berti: „Wir haben einen richtig guten Job gemacht.“

 „Es ist ein richtig schönes Gefühl“, sagte Wahlsieger Mario Berti. „Wir haben einen richtig guten Job gemacht.“ Berti deutete an, dass die letzten zwei Wochen zwischen Wahl und Stichwahl nicht schön waren, „aber jetzt sollten wir alle wieder gut und konstruktiv im Gemeinderat zusammenarbeiten“. Berti richtete den Blick aber auch schon nach vorne, denn schon am Dienstag ist offiziell sein erster Arbeitstag im Chefzimmer des Rathauses. Der Zimmerermeister aus Unterwohlbach machte keine Luftsprünge, sondern versprach, dass er „jetzt alles versuche, eine gute Arbeit für Hohenkammer zu machen“. Die knapp unterlegene und sichtlich enttäuschte Susanne Hartmann sagte am späten Abend zu dem Wahlergebnis: „Meine Arbeit wurde leider nicht wertgeschätzt. Die CSU hat gewonnen - und das ist Demokratie.“

FDP-Kandidatin kann sich zum zweiten Mal nicht durchsetzen - und unterliegt knapp

Bei den Stichwahlen vor zwei Wochen haben sich Mario Berti und Susanne Hartmann gegen ihre beiden Kontrahenten von den Freien Wählern (Alfred Kopp) und der Bürgervereinigung Hohenkammer (Marina Brandstetter) durchgesetzt.  

Einer der ersten Gratulanten am Sonntag war Mario Bertis Vorgänger Johann Stegmair. Der betonte: „Ich bin überzeugt, dass Mario Berti seinen Weg macht. Er ist ein guter Bürgermeister für Hohenkammer.“ Zudem sehe er die Verwaltung Hohenkammers in guten Händen. 

Irritationen im Vorfeld um die Farben in der Wahlanzeige

Im Vorfeld der Stichwahl hatte es Diskussionen gegeben, weil Susanne Hartmann als FDP-Kandidatin im Wahlkampf nicht gerade großzügig mit dem Logo der FDP umgegangen sei. Berti dazu: „In der CSU ist es sogar vorgeschrieben, dass man in einer Wahlwerbung das Logo der Partei einbauen muss.“ 

Vor allem BvHo-Kandidatin Marina Brandstetter hatte moniert, dass Hartmann in der Wahlanzeige mit den Farben ihrer Gruppierung aufgetreten sei.

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