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91 Mitglieder aus 47 Vereinen kamen am Dienstag zur Herbsttagung des Kreiskrieger- und Soldatenvereins ins Sportheim des SV Hohenkammer. Unter anderem erfuhren sie von den Jubiläumsplänen. Der Verband feiert 2018 50-jähriges Bestehen.

Herbsttagung

Kreiskrieger- und Soldatenverein bereitet sich auf großes Jubiläum vor

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Ein Jubiläum steht dem Kreis-, Krieger- und Soldatenverein Freising ins Haus. Mit der Feier möchte man Zeichen setzen. Das und einige Themen mehr standen auf der Agenda der Herbstversammlung.

Hohenkammer 50 Jahre alt wird der Kreis-, Krieger- und Soldatenverband Freising (KKSV) im kommenden Jahr. Damit ist der Verband jünger als die meisten der 58 Mitgliedsvereine im Landkreis Freising. Das Jubiläum, das man am 27. Mai 2018 in Freising groß und würdig feiern will, soll da „ein Zeichen setzen“, um die wichtige Bedeutung der Krieger- und Soldatenvereine wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken, formulierte es der Vize-Vorsitzende des KKSV bei der Herbstversammlung am Dienstag in Hohenkammer. Dem Bürgermeister von Hohenkammer, Johann Stegmair, muss man das nicht sagen. Der sieht in den Krieger- und Soldatenverbänden „die Friedensbewegung schlechthin“, wie er in seinem Grußwort sagte.

47 Vereine mit 91 Mitgliedern waren am Dienstag ins Sportheim des SV Hohenkammer gekommen, um Berichte zu hören, um von Projekten und Aktionen zu hören, aber auch um einen der Ihren zum Ehrenmitglied zu ernennen: Georg König, seit 1991 Vorsitzender des Krieger- und Reservistenvereins Hebrontshausen, von 2003 bis 2015 3. Vorsitzender des KKSV und dort immer noch Beisitzer, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. „Du hast es dir verdient“, betonte sein Nachfolger im Amt, Hermann Arnold.

Neues Ehrenmitglied: Georg König (2. v. l.) erhielt von den Vorsitzenden (v. l.) Kurt Dittrich, Otto Radlmeier und Hermann Arnold die Urkunde.

Zuvor wurden die Mitglieder über zwei Buchprojekte informiert: Da war zum einen das Werk von Ernst Keller, der auf der Basis seines Films „Als der Luftkrieg in unsere Heimat kam“ nun ein Buch herausgeben wird, in dem zahlreiche Augenzeugen des Luftangriffs auf Freising am 18. April 1945 von ihren Erlebnissen und teilweise schrecklichen Schicksalen erzählen. Der KKSV hat – wie schon für den Film – für dieses Buchprojekt, das Keller am Dienstag kurz vorstellte, die Schirmherrschaft übernommen. Und da war zum anderen das Buch „Kriegerdenkmäler und Gedenktafeln im Landkreis Freising“, das, so der Autor, Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge, im kommenden Jahr erscheinen wird. Bisher, so Goerge, seien ihm 79 solcher Denkmäler gemeldet worden, ein paar Vereine hätten ihn aber noch nicht kontaktiert. Er bat um Mithilfe, schließlich wäre es doch schön, wenn in dem rund 150 Seiten dicken „Stück der Heimat- und Erinnerungsgeschichte“ alle Denkmäler des Landkreises verzeichnet und beschrieben wären.

Berichte kamen am Dienstag vom 1. Vorsitzenden des KKSV, Kurt Dittrich, der an zahlreiche Vorstands- und Arbeitskreis-Sitzungen und einen Ausflug nach Waidhofen an der Ybbs erinnerte, und von Artur Klein, dem Bezirksgeschäftsführer des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), der darlegte, was in den vergangenen Jahren mit Hilfe der VDK-Sammlungen realisiert werden konnte. Beispielsweise sei die erste Kriegsgräberstätte in Montenegro eingeweiht worden. Derzeit betreue der VDK 833 solcher Stätten in 46 Ländern. Klein erinnerte daran, dass man im kommenden Jahr „100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs“ begehe. Und so schloss sich der Kreis zu dem 50. Geburtstag des KKSV, den man mit einem Festzug, einem Gottesdienst und einem Festakt in der Freisinger Luitpoldhalle begehen werde. Damit wollen man „ein Zeichen setzen“.

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