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Locker, sicher, gestenreich

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Von: Andreas Beschorner

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Eine Riesengaudi ist dem Theaterpublikum in Schlipps garantiert. Auf der Bühne geht’s turbulent zu. © Beschorner

Der Autor heißt zwar Bräutigam, Wolfgang Bräutigam. Doch es geht, anders als sonst gerne mal in volkstümlichen Schwänken aus Bayern, nicht um eine Hochzeit, sondern um „Die gestohlene Kirchweih“. Die Komödie in drei Akten steht heuer auf dem Programm der Landjugend Schlipps und feierte am Samstag im Saal des Gasthauses Bail Premiere.

Schlipps – Rappelvoll war der Saal, bis einen halben Meter vor die Bühne waren Stuhlreihen aufgebaut worden. Verständlich, war es doch wieder einmal Alfred Kopp, der – wie inzwischen bereits seit 30 Jahren – als Regisseur seine Spieler in Szene zu setzen wusste. Und die sind auch bei der diesjährigen Inszenierung allesamt gut drauf, spielen locker und in den allermeisten Fällen ungekünstelt, sind textsicher und gestenreich.

In dem turbulenten Reigen um eine Jubiläumskirchweih, um eine von Hochwürden organisierte Modenschau, um einen Wettkampf um den Titel des harmonischsten Paares und um einen Blumenstrauß stehen Karl Schredl als Schreinermeister Georg Meier und Veronika Kistler als seine Frau Theres auf der kleinen Bühne und zeigen ihr schauspielerisches Talent. Michael Kreitmair ist als ihr Sohn Toni zu sehen, Melanie Lechner gibt die Sekretärin Katrin Steger – beide agieren sehr souverän. Dann ist da noch die Familie Bauer – gespielt von Georg Wildgruber als Josef, Johanna Geier als seine Frau Fanni und Stefanie Geier als deren Nichte Eva –, die ebenfalls durch ihre guten Auftritte zum Erfolg des Stücks und zur guten Unterhaltung beiträgt. Das lustige Treiben auf der Bühne, bei dem die für solche Stücke üblichen Irrungen, Wirrungen und Verwirrungen das Geschehen bestimmen, wird durch Marina Mandlinger als Evas Schulfreundin Sabine, durch Josef Rattenhuber als Pfarrer, Maximilian Lachner als Regierungsbeamter Peter Neumeier und Peter Wörmann als Herr Kommissar Ehrlich komplettiert.

Beim Wirt in Schlipps geht es also hoch her, ein gutes Laienspieler-Ensemble bietet dem Publikum einen unterhaltsamen Theaterabend.

Weitere Aufführungen

Wer „Die gestohlene Kirchweih“ live erleben will, wer die Meiers, die Bauers, die Ober- und die Neumeiers auf der Bühne sehen möchte, hat dazu am Samstag, 24. November, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 25. November, um 18 Uhr noch die Chance.

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