Auf dieser gemeindlichen Grünfläche soll die Dirtline- und Pumptrackanlage, angrenzend an die Fußballplätze, nun gebaut werden.
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Auf dieser gemeindlichen Grünfläche soll die Dirtline- und Pumptrackanlage, angrenzend an die Fußballplätze, nun gebaut werden.

Neuer Standort gefunden

Nach Anwohnerprotesten zur neuen Freizeitanlage in Hohenkammer: Der Kompromiss

  • VonNico Bauer
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Vor den Grundsatzentscheidungen für eine Fahrrad-Freizeitanlage haben sich Gemeinderäte Anlagen angesehen. Nach Anwohnerprotesten gibt es einen neuen Standort.

Hohenkammer - Ursprünglich sollte die Anlage auf einer ungenutzten Wiese an der Pfarrer-Egger-Straße realisiert werden. Dort gab es scharfen Protest von rund einem Dutzend Anlieger, die unter anderem sagten, dass es keine Kinder in dem Wohngebiet gebe. Diese Behauptung widerlegte die Verwaltung. Ernst Kauer kritisierte diese Einstellung mancher Bürgerinnen und Bürger scharf: „Es kann nicht sein, dass Kinder nur geduldet werden, wenn sie ruhig sind.“ Dennoch erreichten die Anwohner eine neue Untersuchung verschiedener Grundstücke. Letztlich gab es neben der Pfarrer-Egger-Straße noch eine zweite Option mit einer Fläche neben der Schreinerei Bernhart.

Brigitte Ingold sah die Alternativfläche abseits von großen Straßen und Wohnbebauung als noch geeigneter und sagte nicht zuletzt, „dass wir unsere Bürger nicht ärgern, sondern ihnen eine Freude machen wollen“. Auch der zweite Bürgermeister Michael Loy meinte, dass die Freizeiteinrichtung am besten neben das Sportgelände passe. Die Standortentscheidung wurde dann auch einstimmig getroffen. Somit ging es noch um die Ausführung als Dirtpark in Erdausführung oder als asphaltierte Pumptrack-Bahn.

Einige Gemeinderäte deuteten auch an, dass die Kosten der vorgestellten Varianten weit über der ursprünglichen Planung lagen. Deshalb wollte der immer sehr aus Sparsamkeit achtende Gemeinderat wieder einen Schritt zurückgehen, aber dennoch sollte Kindern und Jugendlichen jeden Alters etwas geboten werden. Deshalb suchte man einen Kompromiss aus den verschiedenen Optionen.

Den Kompromissvorschlag brachte dann Alexander Stampfl auf den Tisch. Der beinhaltet für die ältere Jugend eine Dirtline, wo man mit dem Fahrrad mehrere Sprunghügel steil anfährt. Daneben soll es dann eine Kids Pumptrack-Runde geben, die auch für kleinere Kinder und weniger mutige Radfahrer geeignet ist. Zudem waren sich alle einig, dass beide Teile der Anlage erdgebunden realisiert werden sollen.

Bürgermeister Mario Berti warnte das Gremium davor, dass die Kosten erdgebunden nicht wesentlich sinken werden, aber das änderte das Meinungsbild im Gemeinderat nicht wirklich. Raimund Zwingler sagte, dass man die Bahn später immer noch asphaltieren könne.

Wegen der nahen Glonn müssen jetzt als Ersatz für die Anlage neue Überschwemmungsbereiche geschaffen werden. Mit den Festlegungen auf den Standort und die gewünschte Bauform soll nun eine konkrete Planung der Fachfirma vorgelegt werden.

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