Ein Vororttermin, bei dem ein gutes Dutzend Bürger ihrem Ärger gegen die geplante Pumptrackanlage in unmittelbarer Nachbarschaft Luft machen. Jetzt sollen weitere mögliche Standorte gesucht werden.
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Ein Vororttermin, bei dem ein gutes Dutzend Bürger ihrem Ärger gegen die geplante Pumptrackanlage in unmittelbarer Nachbarschaft Luft machen. Jetzt sollen weitere mögliche Standorte gesucht werden.

Jetzt wird über neuen Standort nachgedacht

Nachbarn laufen Sturm gegen geplante Pumptrackanlage in Hohenkammer

  • vonNico Bauer
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Eigentlich hätte am Dienstagabend im Gemeinderat Hohenkammer die Entscheidung über die Pumptrackanlage fallen sollen. Doch es kam ganz anders.

Hohenkammer - Die Gemeinde Hohenkammer dreht eine weitere Ehrenrunde, bevor man über den großen Traum vieler Jugendlicher am Ort abstimmt: Bei einem Ortstermin an der Pfarrer-Egger-Straße - dort ist die Anlage geplant - nahm der Gemeinderat den Protzest von einem guten Dutzend Anlieger entgegen. Jetzt sollen zwei weitere Grundstücke geprüft werden.

Eine echte Attraktion für die Jugendlichen in Hohenkammer

In der Sitzung davor wurde die Pumptrack-Planung dem Gemeinderat vorgestellt und der war größtenteils begeistert von einer echten Attraktion für die Jugendlichen. Lediglich bei den Kosten in Höhe von rund 180 000 Euro wollte der eine oder andere Gemeinderat noch ein paar Nächte drüber schlafen. In der Zwischenzeit meldeten sich aber die Anlieger zu Wort – und die beschwerten sich vehement über die Planung. Schon in den vergangenen Wochen hatten die Gemeinderäte mehrere Protest-Mails erhalten. „Das ist eine Negativeinrichtung für uns Anlieger“, sagte ein Bürger, „hier in Hohenkammer-Ost leben doch nur Alte.“ Deshalb solle man eine Pumptrackanlage woanders bauen. Der Bürger sprach das Neubaugebiet im Westen des Ortes an, „denn dort wohnen die jungen Familien“.

Anlieger wünschen sich etwas, „was für alle Bürger da ist“

Von dem guten Dutzend Bürger wurde die Befürchtungen geäußert, dass der Verkehr zunehmen würde. Andere wünschten sich etwas anderes, „was für alle Bürger da ist“. Bürgermeister Mario Berti nahm die Aussagen mit, gab den Anliegern aber zu bedenken, „dass auch wir in Urlaub fahren oder zum Kranzberger See. Wir fahren derzeit auch woanders hin zum Spazierengehen, weil wir zu Hause ja alles kennen.“ Der Rathauschef sagte auch, dass eine Pumptrackanlage von vielen unterschiedlichen Personengruppen genutzt werden und viele Bürger anspreche. Dennoch nahm Mario Berti die Entscheidung über die Anlage an der Pfarrer-Egger-Straße von der Tagesordnung und will dem Gemeinderat nun mehrere Optionen mit drei Standorten sowie zwei verschiedene Ausführungsformen anbieten.

Zur Wahl steht eine asphaltierte Pumptrackanlage oder ein Dirtpark mit Erdhügeln. Neben der bislang geplanten Fläche an der Pfarrer-Egger-Straße wird jetzt noch ein Grundstück neben dem Gemeindestadl sowie die derzeitige Blühwiese zwischen dem Sportgelände und der Schreinerei Bernhart genauer angesehen. Beide Flächen liegen im Hochwassergebiet der Glonn, es stellen sich einige schwierige Fragen, in wieweit dort bauliche Maßnahmen möglich sind.  

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