Blick auf die alte Brücke in Schlipps
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Der Neubau ist dringend notwendig: Heuer plant die Gemeinde Hohenkammer den Neubau der 100 Jahre alten Brücke in Schlipps.

Rück- und Ausblick von Hohenkammers Rathauschef

Ein bissl was geht immer - und die Brücken werden das große Thema

  • vonNico Bauer
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Wer jedes Jahr ein bisschen was macht, der verhindert schon im Ansatz die ganz großen Maßnahmen. Nach diesem Prinzip hält die Gemeinde Hohenkammer ihre Infrastruktur auf einem guten Niveau.

Hohenkammer - In Hohenkammer ist man sehr stolz darauf, dass die Straßen im gesamten Gemeindegebiet in einem guten Zustand sind. Man weiß, dass dies nicht in allen Kommunen der Fall ist. Dieses Jahr wird die Gemeindestraße zwischen Untermarbach und der B13-Kreuzung erneuert –und danach die Schlossstraße im Ort. An der Schlossstraße soll die beliebte Abkürzung durch bauliche Maßnahmen an Attraktivität verlieren. Autofahrer von Petershausen Richtung Allershausen oder Fahrenzhausen können sich über diesen Weg bekanntlich den Berg mit seiner Kurve an der Bundesstraße sparen. Mit dem Umbau soll die Abkürzung an Beliebtheit verlieren.

Die vorausschauende Politik des stetigen Handelns verfolgt die Gemeinde auch in dem eher unsichtbaren Bereich unter der Erde. Hier soll heuer das Abwassernetzwerk in Hohenkammer-Nord instand gesetzt werden. Dafür sind weitere Kamerabefahrungen nötig. Aber auch in dieser Gemeinde gibt es Dinge, die nicht planbar sind – und das war vor einigen Wochen die Nachricht, dass gleich bei vier Brücken dringender bis sehr dringender Handlungsbedarf besteht. Bei den zwei Flussüberquerungen in Herschenhofen steht noch nicht fest, wie weiter verfahren werden muss.

Den Beschluss für den Neubau der Brücke in Schlipps hat Berti bereits in der Tasche

Klar ist derzeit, dass 2022 der Neubau der Brücke in Schlipps unumgänglich ist und danach die gut einen Kilometer entfernte Glonnbrücke bei Deutldorf auch neu gebaut werden muss. „Heuer haben wir das Planungsjahr“, sagt Bürgermeister Mario Berti. Den Beschluss für den Start mit dem Schlipps-Neubau hat er bereits in der Tasche und kann die konkrete Planung nun ohne Zeitverlust angehen. Da die Brücke derzeit auf drei Tonnen beschränkt ist, darf sie weder von Schulbussen noch von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr genutzt werden.

Bei den freiwilligen Leistungen der Gemeinde hat der Bürgermeister die Realisierung eines Dirtparks ganz oben auf der Liste. Unweit des Sportgeländes hat man an der Pfarrer-Egger-Straße schon einen geeigneten Standort gefunden. Diese Umsetzung zusammen mit Jugendlichen aus der Gemeinde soll auch dieses Jahr angegangen werden. Gerade für die älteren Jugendlichen wäre dieser Treffpunkt eine deutliche Bereicherung.

Bürgermeister Berti hat über das Bauliche hinaus aber noch wesentliche Weiterentwicklungen auf dem Schirm. So führt man wie schon viele andere Kommunen im Landkreis nun auch ein Ratsinformationssystem ein. Hierfür ist ein Probebetrieb im Spätsommer vorgesehen. „Für die Gemeinde ist das ein wichtiger Schritt“, sagt Berti.

Die Klausur muss noch nachgeholt werden

Der neue Gemeindechef möchte aber auch mit dem neuen Ratsgremium noch einiges nachholen, was durch den Start mitten in der Pandemie verhindert wurde. Das Gremium kümmerte sich bislang um die Alltagsaufgaben und hatte noch keine Möglichkeit für eine Klausur. Dieses Jahr hofft der Bürgermeister darauf, einen Workshop mit den kommunalen Entscheidern abhalten zu können. Dort sollen gemeinsam die Ziele des Hohenkammerer Gemeinderats für die kommenden Jahre definiert werden. Für den Workshop braucht es allerdings Lockerungen und Verbesserungen in der Pandemie.

Die Gemeinde hat deshalb für drei Jahre die Steuern gesenkt, um Bürger und Unternehmen zumindest ein bisschen zu entlasten. Der Bürgermeister möchte mit der Gemeinde Vereinen und Organisationen auch helfen, damit dieses Netzwerk möglichst unbeschadet durch die Krise kommt.

Die Tonnagebeschränkung der baufälligen Brücke ist ein Problem für die Feuerwehr (Hintergrund), die über die Brücke zu Einsätzen in den Ort fahren muss.
Die Ziele definieren möchte Bürgermeister Mario Berti mit dem Gemeinderat in einem Workshop. 

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