+
Zum einjährigen Jubiläum des Wirtshaussingens kamen rund 50 Musikbegeisterte zusammen. In ihrer Liedermappe sind 70 Stücke von A („A Rindvieh“) bis Z („Zwei kleine Italiener“).

Nachbarschaftshilfe Hohenkammer 

Singen für die bayerische Wirtshauskultur

  • schließen

Die Liedermappe wird immer dicker. Seit einem Jahr gibt es das Wirtshaussingen der Nachbarschaftshilfe Hohenkammer. Das Prinzip: Hinkommen und gemeinsam singen – das bringe die Leute zusammen.

Hohenkammer Die Freude an der Musik kann jeder leben, auch ohne feste Vereinsmitgliedschaft. Deshalb hat die Nachbarschaftshilfe vor einem Jahr das „Wirtshaussingen in da Kamerer Gmoa“ ins Leben gerufen, damit Bürger auch abseits der Chöre in der Gemeinde aus Spaß an der Freude singen können. Zum einjährigen Jubiläum zeigte sich beim vierten Wirtshaussingen, dass dieses Format längst seinen festen Freundeskreis gefunden hat.

Organisatorin Brigitte Geisenhofer sang selbst begeistert mit. Sie ist Teil der Volksmusikgruppe Geschwister Laschinger.

Die Beliebtheit des Singens in verschiedenen Gasthäusern wurde vor allem an den blauen Mappen mit Liedtexten sichtbar – denn die werden immer dicker. Jeder der Mitsinger bekommt die Mappe und kann sich daraus nach Lust und Laune Lieder wünschen. Der Fundus umfasst mehr als 70 Lieder von A („A Rindvieh“) bis Z („Zwei kleine Italiener“). Darunter sind bayerische Volkslieder, Schlager oder berühmte Evergreens der Musikgeschichte.

Bei der vierten Auflage des Wirtshaussingens wünschte sich ein Rentner erst das Volkslied „Wahre Freundschaft“, danach wünschte sich ein Kind den kleinen grünen Kaktus.

Brigitte Geisenhofer (60) ist nicht nur in der Vorstandschaft der Nachbarschaftshilfe, sondern auch ein Drittel der beliebten Volksmusikgruppe Geschwister Laschinger. Sie organisiert das Wirtshaussingen und ist es längst gewohnt, dass nach ihrer Begrüßung – ohne jede Anlaufzeit – gesungen wird. Und die Pause bei dem zweistündigen Musikabend werde auch nur gemacht, damit die beiden Musiker Martina Mottinger (Gitarre) und Hans Moosburger (Akkordeon) einmal Luft holen können.

Sie haben viel Erfahrung und können sich daher sofort auf die Liederwünsche des Publikums einstellen. „Manche Lieder werden ja auch jedes Mal gewünscht“, sagt Martina Mottinger, sie ist in Hohenkammer eine bekannte Musikantin. „Wir wollen mit dem Wirtshaussingen die Leute zusammenbringen“, sagt Geisenhofer: „Egal ob das ältere Menschen oder Neubürger sind. Manche gehen nicht zu einem Chor dazu und würden trotzdem gerne singen.“

Die Gastgeberin ist zufrieden mit der Entwicklung der Veranstaltungsreihe und sieht den zwei bis viermonatigen als gerade richtig an. Brigitte Geisenhofer will den Wirtshaussängern immer etwas Neues bieten, wie die Spezialausgabe im Dezember mit Weihnachtsliedern. Am Samstag, 20. Oktober, ist sie aber wieder Teil der Geschwister Laschinger, die um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle ein Benefizkonzert für die Nachbarschaftshilfe geben. Mit den Einnahmen werden neue Projekte angestoßen, um in der Gemeinde zu helfen und Menschen zusammenzubringen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Als blonder, zarter Junge damals sehr gemocht“: Regensburger Domspatz berichtet von Missbrauchs-Jahren
Alexander Probst erlebte bei den Regensburger Domspatzen die Hölle auf Erden. In der Grundschule kam die Gewalt, im Gymnasium der sexuelle Missbrauch. In Freising packt …
„Als blonder, zarter Junge damals sehr gemocht“: Regensburger Domspatz berichtet von Missbrauchs-Jahren
Kommentar: Dieses Urteil spricht allen Eltern Hohn
Unter Drogeneinfluss hat ein Mann (51) ein zwölfjähriges Mädchen überfahren. Das Kind starb einige Tage später. Jetzt ist der Mann zu 6400 Euro verurteilt worden. …
Kommentar: Dieses Urteil spricht allen Eltern Hohn
Flughafen sorgt für Frust bei Pullingern – doch es gibt auch gute Nachrichten
In der Bürgerversammlung bedauern die Pullinger den Beschluss zur dritten Startbahn am Münchner Flughafen. Doch der Oberbürgermeister hatte auch zwei gute Nachrichten.
Flughafen sorgt für Frust bei Pullingern – doch es gibt auch gute Nachrichten
Warum kein Glasdach im Diözesanmuseum?
Die Planung für den Umbau und die Sanierung des Diözesanmuseums ist längst abgeschlossen und schon lange abgesegnet. Der Baukran ist aufgebaut, die Abbrucharbeiten im …
Warum kein Glasdach im Diözesanmuseum?

Kommentare