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Mittendrin: Schon von außen sieht man, dass beim alten Bauernhaus in Eglhausen am Mitterfeldweg 2 die Sanierungsarbeiten noch laufen – und das seit dem Jahr 2012.

Tag des offenen Denkmals in Eglhausen

Spannende Baugeschichten aus 220 Jahren

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Eglhausen - Architektonisch gesehen ist es ein Mittertennbau und die Wageneinfahrt gehört zum Typ Froschmaul. Am Sonntag wollten zahlreiche Besucher sehen, wie aus dem alten Bauernhaus in Eglhausen am Mitterfeldweg 2 ein neues Wohnhaus wird.

Autos fanden nur noch schwer einen Parkplatz, selbst Fahrradfahrer mussten schauen, wo sie ihren Drahtesel abstellen konnten: Der Andrang in Eglhausen (Gemeinde Hohenkammer) war am Sonntag beim bayernweiten „Tag des offenen Denkmals“ riesig. Der Grund: das ehemalige Bauernhaus am Mitterfeldweg 2, Baujahr 1794, das seit inzwischen vier Jahren von Andrea und Anton Walter saniert und zu einem modernen Wohnhaus umgebaut wird. Auf Schautafeln konnten sich die interessierten Besucher über die Baugeschichte des Hauses informieren. So war nachzulesen, dass sich vor dem Bauernhaus an dieser Stelle schon das Mesnerhaus befand, dass das Bauernhaus aus dem Ende des 18. Jahrhunderts am Anfang und in der Mitte des 20. Jahrhunderts verändert wurde, dass dabei Wände eingezogen und herausgebrochen oder versetzt wurden, dass Fenster ausgetauscht und vergrößert wurden. Und die Besucher konnten anhand von Fotos nachvollziehen, welche Mühe und Arbeit es bedeutet hat, die Bausubstanz aufzunehmen, die Grundmauern des Gebäudes zu unterfangen und trockenzulegen, das Dach auszubessern und neu einzudecken.

Dass die beiden Bauherren Andrea und Anton Walter sehr behutsam mit dem seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Haus umgehen, das konnte man beim Rundgang und beim Blick in die einzelnen Zimmer schon erahnen. Und Andrea Walter betonte auch: „Wir wollen nichts verändern. Wir wollen die bestehende alte Masse so gut wie es geht erhalten.“ Denn: Die Aufteilung der Räume, in denen zeitweise auch die Raiffeisenkasse untergebracht war, sei ja ganz in Ordnung, so Walter: „Wir machen das Beste draus.“ Dass bei einem solchen Projekt auch der Denkmalschutz ein Wörtchen mitzureden hat, ist klar. So wurden beispielsweise die verschiedenen Farbschichten der letzten Jahrzehnte freigelegt. Überraschende Erkenntnis: Türkis war lange Zeit „in Mode“, wie es Walter ausdrückt. Überhaupt hatte man früher „mehr Mut zur Farbe“. Originale Decken, die man damals mit Leinen und Pech bestrichen hatte, bleiben erhalten, werden aber unter einer modernen Decke verschwinden. Denn irgendwann will und wird die Familie Walter hier ja einziehen und leben.

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