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Stau am Dirtpark: Neue Attraktion in Hohenkammer wird extrem gut angenommen

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Von: Nico Bauer

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Für junge Radsportfans ist die Anlage in Hohenkammer ein absoluter Traum.
Für junge Radsportfans ist die Anlage in Hohenkammer ein absoluter Traum. © RadQuartier.de

Seit der Fertigstellung herrscht Hochbetrieb auf der neuen Dirtline in Hohenkammer. 200.000 Euro, die bestens angelegt sind.

Hohenkammer - Um die 200 000 Euro hat die Gemeinde Hohenkammer investiert, weil man sehr gepflegte Spielplätze habe, aber eben nicht viel für die älteren Jugendlichen. Schon in der Bauzeit, als eigentlich noch nicht gefahren werden sollte, wurden die Jugendlichen wie von einem Magnet angezogen. Und nun, in den ersten zehn Tagen nach der Freigabe, gab es teilweise Stau auf dem Abfahrtshügel.

Niklas (11) war einer der ersten mit seinem Mountainbike auf der Anlage. Und er hat den Bogen richtig raus. Von den drei möglichen Bahnen steuert er die größten Rampen an und fliegt richtig durch die Luft. Sein Urteil über die Bahn fällt gut aus: „Sie ist sehr cool, aber ein paar Meter mehr im Auslauf wären noch sehr gut.“ Er hatte auch schon Bodenkontakt nach einem Sturz, als ihn eine Wurzel neben den Dirtlines überraschte.

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Mit viel Freude beobachtet auch Jugendreferent Dawid Wojtyna das muntere Treiben auf der neuen Anlage. Er hatte von Pfaffenhofen bis Aschheim mehrere Anlagen inspiziert und den Gemeinderat bei der Planung beraten. „Diese Anlage ist ein toller Kompromiss“, sagte Wojtyna mit Blick auf die erste Planung, bei der die kleine Anfänger- und Kinderrunde ebenso wie eine große Sprungrunde für die Fortgeschrittenen hätte asphaltiert werden sollen. Der Schritt zurück machte aus der Asphaltrunde drei erdgebundene Sprunglinien, neben denen es zurück zum Abfahrtshügel geht.

„Mir ging es nicht um neue Kundschaft“, witzelt Wojtyna, der Physiotherapeut von Beruf ist. Bei dem einen oder anderen Sturz war er mit Pflaster und tröstenden Worten als Ersthelfer im Einsatz. Die erdgebundenen Dirtlines haben im Praxistest einen großen Vorteil: „Stürze auf Asphalt sind deutlich schmerzhafter.“ Der Jugendreferent hat nach dem Knallerstart der Anlage auch schon im Kopf, dass man eine kleine Hütte aufstellen werde, in der Erste-Hilfe-Material, Pflaster und auch Werkzeuge für Korrekturen an den Dirtlines – beispielsweise nach Starkregen – gelagert werden sollen.

Jugendliche, die sich regelmäßig auf der Anlage aufhalten und sie aktiv nutzen, bekommen dann Schlüssel und damit auch etwas Verantwortung. Schon die ersten Tage zeigten, dass sich die Kinder und Jugendlichen gegenseitig geholfen haben, wenn es mal einen unfreiwilligen Bodenkontakt gab.

Der Jugendreferent sieht aber keinen Bedarf, dass der Sportverein eine neue Abteilung gründen muss. „Die Szene ist eher individuell“, betont Jugendreferent Wojtyna.

Und auch das Sprungtalent Niklas hat keine Pläne, bei Meisterschaften den sportlichen Vergleich zu suchen: „Ich mache das nur so zum Spaß.“

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