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Zentrale Lüftung für Schule Hohenkammer

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Von: Nico Bauer

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In Hohenkammer hat man sich gegen die mobilen Luftreinigungsgeräte entschieden. © Hans Moritz

Mobile Luftreinigungsgeräte wird es in Hohenkammer nicht geben. Dafür aber eine zentrale Lüftungsanlage.

Hohenkammer - Überall diskutieren Gemeinderäte, Lehrer und Eltern dieser Tag über den Sinn uns Nutzen von Luftreinigungsgeräten. In Hohenkammer werden sie auf jeden Fall nicht angeschafft. Der Gemeinderat strebt eine größere Lösung an und will nun den Ausbau der Lüftungsanlagen in der Grundschule und dem Haus des Kindes angehen. Dafür nimmt man einen sechsstelligen Betrag in die Hand – wofür man wiederum viel Fördergeld kassieren könnte.  Franz Hofmann vom Büro HPE stellte dem Gemeinderat für die Grundschule die drei Varianten Luftfilter, dezentrale und zentrale Lüftung vor. Der Fachmann legte den Gemeinderäten den Ausbau der zentralen Lüftung ans Herz und betonte, dass diese Variante qualitativ wie finanziell Sinn macht.

Mit einer Luftzufuhr und einer Entlüftung an zwei Raumenden könne man eine Querlüftung erreichen. Bürgermeister Mario Berti war überzeugt, weil das (wie beim Stoßlüften) der Austausch mit Luft von außen ist, nur ist die frische Luft dann bereits warm und die Kinder müssen nicht frieren. Berti sieht auch deutliche Vorteile gegenüber den Luftreinigungsgeräten, „die in drei Jahren eh’ im Keller stehen“, so seine Vermutung. Die zentrale Lüftung braucht keinen Platz in Klassenzimmern und ist erheblich leiser als Zusatzgeräte.

Besonders interessant wird die Variante durch die 80-prozentige Förderung. Bei Kosten in Höhe von 100 000 Euro muss die Gemeinde nur 20 000 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Lüftungsgeräte würden bei geschätzten 42 500 Euro im Gemeindehaushalt mit 23 100 Euro zu Buche schlagen.

Mit 500 Euro jährlich sind die Wartungskosten einer zentralen Lüftung auch deutlich günstiger als für mobile Luftreinigungsgeräte (3100 Euro). Die zentrale Lüftung soll eine intelligente Steuerung bekommen, sodass die Technik immer nur in den gerade genutzten Räumen laufe. Franz Hofmann sagte, dass es nur Probleme gebe, wenn die Mehrzweckhalle mit 300 Leuten voll sei und dann noch alle Klassenzimmer belüftet werden müssten. Dieser Fall sei aber höchst unwahrscheinlich. Mit 14:1 Stimmen wurde der Ausbau der zentralen Lüftung beschlossen.

Etwas anders ist die Situation im Haus des Kindes, wo es keine Möglichkeiten für eine zentrale Lüftung gibt. Hier entschied sich der Gemeinderat für die dezentrale Lüftung in 22 Räumen. Von den 363 000 Euro Investitionskosten bleiben nach den Zuschüssen 72 600 Euro bei der Gemeinde hängen. Luftreinigungsgeräte hätten die Kommune 46 200 Euro (Anschaffungskosten: 84 700) gekostet. Auch hier gibt es langfristig deutliche Unterschiede bei den jährlichen Wartungskosten zwischen der dezentralen Lüftung (2200 Euro) und Luftreinigungsgeräten (6600 Euro).

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