Feuerprobe bestanden: Torwart Tobias Sedlmeier, Johann Schemmer (M.) und Petrit Guri (r.) und Co. haben sich in der Landesliga bewiesen – und ihr Trainer Holger Mundry zeigt sich im Großen und Ganzen zufrieden.

HSG Isar-Mitte: Trainer im Interview

Holger Mundry: „Es war für alle eine tolle Erfahrung“

Eine schwere Saison hat die A-Jugend der HSG Isar-Mitte hinter sich. Zum ersten Mal spielte sie in der Landesliga, doch nach vielen Verletzungen reichte es dort nur für wenige Siege. Trainer Holger Mundry, der nach dieser Saison im Jugendbereich aufhört, zeigte sich trotzdem nicht unzufrieden, wie er im Interview betonte.

Am Ende reichte es für ihr Team in der Landesliga nur zum siebten Platz. War das zu erwarten?

Holger Mundry: Nein. Das Ziel war schon ein Mittelfeldplatz, der fünfte Rang wäre super gewesen. Doch wir waren nie vollzählig, teilweise haben vier Stammspieler auf einmal gefehlt. Das war einfach nicht zu kompensieren. Sebastian Wärthl etwa war zwei Monate nicht dabei, unser wichtigster Mittelspieler. Dazu fehlte Hans Schemmer lange Zeit und auch Kreisspieler Philipp Myslik fiel für vier Spiele aus.

Sind Sie unzufrieden mit der Saison?

Nein, das bin ich auf keinen Fall. Es war für alle eine tolle Erfahrung. Es ging endlich einmal gegen andere Teams als die aus der näheren Umgebung. Wir sind als Mannschaft gewachsen. Alleine schon die Qualifikation für die Landesliga war ein großer Erfolg.

Mit den Ergebnissen können Sie aber trotzdem nicht glücklich sein.

Natürlich bin ich das nicht. Aber darum geht es nicht unbedingt. Ziel ist es, die Jungs in den Herrenbereich zu bringen, und da sind wir auf einem sehr guten Weg. Michael Schuster etwa hat schon in der Ersten Männermannschaft der HSG Freising-Neufahrn gespielt, kann sich dort in der kommenden Saison etablieren. Viele andere trainieren auch bereits mit der Zweiten Mannschaft. Da kann man durchaus davon ausgehen, dass dort bald einige dabei sein werden.

Wie geht es mit der Jugendmannschaft weiter?

Viele von den Jungs gehören zum jüngeren Jahrgang und sind noch ein weiteres Jahr dabei. Wichtig ist, dass die Truppe zusammenbleibt. Keiner will weg, das ist schon ein großer Erfolg. Sie ist in den vergangenen Jahren zusammengewachsen, und es hat sich ein richtiger Freundeskreis entwickelt. Ich war ja bereits seit der C-Jugend ihr Trainer. Aus den damaligen Kindern haben sich Männer entwickelt.

Was waren, neben dem Erreichen der Landesliga, sonst noch Höhepunkte für die Mannschaft?

Wir haben viele Turniere erlebt. Einmal waren wir für fünf Tage in Prag beim größten Jugendturnier in Europa. Mit dem Damenteam sind wir einmal nach Rimpar gefahren, haben danach in einer Jugendherberge in Nürnberg geschlafen. Das war für das Teambuilding sehr gut. Die Mannschaft funktioniert einfach. Nach den Niederlagen haben sie sogar den Ansporn gehabt, noch mehr zu trainieren.

Sie allerdings hören nun bei der Jugend auf: Kommt da Wehmut auf?

Ich sehe es mit einem lachenden und weinenden Auge. Aber ich werde ja viele Spieler im kommenden Jahr in der Zweiten Männermannschaft sehen. Die A-Jugend selbst muss sich jetzt erst einmal wieder in den Quali-Spielen versuchen, vielleicht klappt es wieder mit der Landesliga. Ich bin auf jeden Fall stolz auf sie, es war eine tolle Zeit.

Interview: Bernd Heinzinger

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