Hier geht’s weiter: Im Anschluss an die „Kai-Mauer“entsteht viel Platz zum Baden. wilms

Hollerner See: Noch mehr Badespaß im Osten

Eching - Im Sommer 2011 wurde der erste Bauabschnitt des Hollerner Sees am Südostufer eingeweiht. Jetzt geht die Rekultivierung im Erholungsgebiet nach Plan weiter - in östlicher Richtung.

Für den angrenzenden Ufer- und Badebereich, den zweiten Bauabschnitt, wird konzeptionell die Rekultivierungsplanung des Erholungsflächenvereins aus dem Jahr 2010 zugrundegelegt. Dieser verlängert das bereits bis zur Wasserwacht erschlossene Areal nach Osten, also in Richtung Eching. Planerisch dafür verantwortlich zeichnet, wie für den ersten Bauabschnitt, das Architekturbüro Wankner & Fischer - im Auftrag der der MKU (Münchner Kiesunion).

Das Unternehmen hat sich beim schrittweisen Abzug seines dortigen Kieswerks zu einer Rekultivierung des Werkgeländes verpflichtet. Damit erfährt die vormalige Grube eine dauerhafte Aufwertung und Nachnutzung als Natur-, Freizeit- und Naherholungsraum.

Mit der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens in jüngster Sitzung des Bauausschusses ist nun der Weg frei für eine zügige Gestaltung des Ostufers. Dabei soll, abweichend zur schon vorhandenen geradlinigen Ufergestaltung durch eine stufige Stützmauer, eine von mehreren kleinen Buchten geprägte Gewässerlinie ausgeformt werden. Die vorhandenen Betontreppen und die „Kaimauer“ zwischen Wasserwacht und Liegewiese werden von verschiedenen Seiten als nicht so gelungen angesehen. Deshalb wird für die Folgeplanung im ansteigenden Gewässerrand diese andere Gestaltungsvariante in Form eines welligen und gefälligen Ufersaums gewählt. Die vielfachen Unterbrechungen der Geländekante sind notwendig, um ein Abrutschen der Böschungen zu verhindern.

Um die Buchten herum, die insgesamt zirka vier Mal so lang sind wie der bereits erschlossene Badebereich, sollen baumbestandene Liegewiesen angelegt werden. Das dahinterliegende, zum Teil ansteigende Gelände, ist mit Gehölzen begrünt.

Um eine bessere Zugänglichkeit sowohl für Radfahrer als auch für Rettungsdienste zum Erholungsgebiet zu ermöglichen, wird der begrünte Wall zur Staatsstaße 2053 (Eching-Unterschleißheim) in Höhe des Mastenweges fahrbahnbreit geöffnet. Autofahrer müssen nach wie vor die Zufahrt zum Großparkplatz „Am Fretz“ (am Rand des Mallershofer Holzes) nutzen. Für Fußgänger und Radlfahrer freilich ist der Hollerner See über einen angelegten Feldweg in Verlängerung des Klosterweges „autofrei“ zu erreichen. Diese Verbindung stellt zugleich auch eine Sichtachse vom See zum Ort dar.

Die Fertigstellung des Süd- und Ostufers macht in etwa ein Viertel des gesamten Hollerner Seegeländes aus. Nachdem die ursprünglichen Thermenpläne von der Unterschleißheimer und Echinger Bürgerschaft gekippt worden sind, ist gegenwärtig die Entwicklung und Gestaltung des Sees im West- und Nordteil noch völlig offen.

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