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Schon heute hat der Hollerner See, der im Jahr 2020 offiziell als Badegewässer freigegeben wird, für Naherholungssuchende, Badegäste und Naturliebhaber eine Menge zu bieten.

Termin für badefreigabe soll aber bestehen bleiben 

Hollerner See: Rekultivierung verzögert sich

Die Rekultivierungsmaßnahmen am Hollerner See verzögern sich. Dennoch darf nach heutigem Stand davon ausgegangen werden, dass sich an dem bisher geplanten Termin für die endgültige Freigabe des Badegewässers im Jahr 2020 nichts ändert.

Eching – In seiner ersten Sitzung des neuen Jahres stimmte der Echinger Bauausschuss dem entsprechenden Antrag der MKU (Münchner Kies-Union) auf Fristverschiebung von Ende 2017 auf Ende 2019 einstimmig zu. Als Betreiber ist die MKU nach Beendigung des Kiesabbaus im Baggersee nach städtebaulichem Vertrag für die gesamten Rekultivierungsmaßnahmen im Naherholungsgebiet Hollerner See zuständig. Dabei sind die in vier Abschnitte eingeteilten Planungen im ersten Abschnitt im Westen sowie im zweiten Abschnitt um den Bereich der Wasserwachtstation bereits fertiggestellt. Für das gesamte verbleibende Areal hat das Landratsamt 2011 als Fertigstellungstermin einheitlich den 31. Dezember vergangenen Jahres festgesetzt, der sich aber nicht einhalten ließ.

Den Mitgliedern des Echinger Bauausschusses erläuterte Uwe Fischer vom Planungsbüro Fischer und Wankner die Gründe für die beantragte Fristenverlängerung. Die lägen zum einen darin, dass gegenwärtig weniger geeignete, reine Verfüllmaterialien verfügbar sind als angenommen. Gesetzliche Auflage ist, dass keine belasteten Baustoffe verwenden werden dürfen. Zum anderen ergebe es keinen Sinn, konkrete Landschaftsmodellierungen vorzunehmen, solange nicht klar sei, welche neuen Perspektiven das von Seiten der Gemeinde Eching in Auftrag gegebene Plangutachten zum „Gesamtkonzept Hollerner See“ aufzeigen würde. Deshalb habe man die Arbeiten zunächst nur auf „Sparflamme“ weitergeführt.

Auch für detaillierte Nachfragen aus dem Gremium stand Fischer Rede und Antwort. Wie es denn sein könne, wollte CSU-Fraktionssprecher Georg Bartl wissen, dass es nach weitgehender Fertigstellung der Uferbereiche noch zwei Jahre bis zur Freigabe im Jahr 2020 dauert. Dazu sagte Fischer: Die MKU stellt ihren Betrieb bis Mitte des Jahres ein und zieht sich, mitsamt dem großen Schwimmbagger, völlig vom Seegelände zurück. Nach Abschluss der Verfüll- und Modellierungsmaßnahmen kommt dann der Erholungsflächenverein zum Zuge, in dessen Verantwortung Begrünung, Freiflächengestaltung und verschiedene bauliche Maßnahmen, wie WC-Anlagen und See-Kiosk, liegen. „Der Hollerner See ist gegenwärtig die größte Investition des Erholungsflächenvereins und soll 2020 in einem Zug in Betrieb genommen werden“, versicherte Fischer.

Ulrike Wilms

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