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Stabwechsel bei Donum Vitae: Irmengard Ortmaier, Christine Kömpel und Doris Hofmann (v. l.).

Christine Kömpel neue Bevollmächtigte bei Donum Vitae

Humanitäre Hilfe

Freising – Seit 16 Jahren gibt es in Freising die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle „Donum Vitae“. Die hohe Akzeptanz und das Ansehen, die die staatlich anerkannte Stelle genießt ist einem engagierten Mitarbeiter-Team und den Bevollmächtigten zu verdanken. Nach zwölf Jahren gab Irmengard Ortmaier jetzt die ehrenamtliche Tätigkeit der Bevollmächtigten an Christine Kömpel ab.

Wie wichtig es in all den Jahren gewesen sei, die Beratungsangebote in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und die nötigen Spenden zu akquirieren, das machte die scheidende Bevollmächtigte bei einem Pressegespräch am Mittwoch deutlich. Als Bevollmächtigte vertrat sie zwölf Jahre lang den Landesvorstand und arbeitete eng mit der Leiterin der Freisinger Beratungsstelle, Doris Hofmann, zusammen. Eine eher „unerwünschte“ Einrichtung sei die Beratungsstelle zu Beginn gewesen, erinnerte sich Hofmann. Nach dem Ausstieg der katholischen Kirche aus der Schwangerenberatung sei „Donum Vitae“ (erste staatlich anerkannte Stelle) von altliberalen Bischöfen mit Argwohn beäugt worden. Dass es in Freising ebenfalls „nicht ganz einfach gewesen“ sei, die in christlicher Verantwortung tätige Einrichtung zu etablieren, machte Ortmaier deutlich. Allerdings habe sie durch die Aufgeschlossenheit des damaligen Hohenbacherner Pfarrherrn, Professor Johannes Gründel, eine „große Stütze“. „Eigentlich war Professor Gründel bei uns ein Gründervater“, erinnert sich Ortmaier. Die vielen Säulen der Beratungsarbeit von „Donum Vitae“ sind mittlerweile mehr als etabliert: Schwangerschaftskonfliktberatung, nachgehende Betreuung, Partnerberatung, Beratung in finanziellen Problemlagen, sexualpädagogische Beratung sowie sozialpädagogische Aufklärungsarbeit an Schulen. „Die fachliche Arbeit läuft gut“, sagte Hofmann. „Wir sind mit öffentlichen Stellen und Ärzten vernetzt.“

Dass es auch in Zukunft so positiv weiter geht, dafür möchte sich die neue Bevollmächtigte, Christine Kömpel, einsetzen. „Es ist mir ein Bedürfnis, und ich sehe es als humanitäre Hilfe an, mich hier zu engagieren“, betonte die frühere Stadträtin. Sie werde sich bemühen, die gute Arbeit Ortmaiers fortzuführen und das Image der Beratungsstelle weiter zu verbessern. Eine der Hauptaufgaben sei es, für Spenden zu werben. Denn die Finanzierung müsse zum Teil von der Einrichtung selbst getragen werden. Auch die Öffentlichkeitsarbeit will Kömpel intensivieren.

Gut zu wissen

Am heutigen Donnerstag sind interessierte Bürger zu einer Info-Veranstaltung in die Räume von „Donum Vitae“ (Obere Hauptstraße 8) eingeladen. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Maria Martin

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