Tragödie am Karlsfelder See: 24-Jähriger schwimmt zurück - und stirbt

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Stellungnahme

Humedica reagiert auf Navis-Kritik

Freising/Moosburg - In einem Interview mit dem FT hat sich Wolfgang Wagner, Vorsitzender der Hilfsorganisation Navis, negativ über den Konkurrenten Humedica geäußert. Jetzt hat sich die andere Seite zu Wort gemeldet.

Im Rahmen einer Frage veröffentlichen Sie folgendes Zitat: „Aber wir werden nicht den Fehler machen, wie er etwa der Organisation Humedica passiert ist: Die ist nach dem Erdbeben in Japan mit zwölf Mann losgeflogen – und musste schon in der Ankunftshalle feststellen, dass sie nicht gebraucht wird. Wir wollen auf keinen Fall unsere wertvollen Spendengelder verbraten.“ Dazu möchten wir feststellen: Diese Behauptung ist unrichtig. Einerseits sind unsere Ersteinsatzteams nie größer als sechs Personen (im konkreten Einsatz Japan waren es sogar nur fünf). Zum Zweiten war es nicht so, dass wir festgestellt hätten, nicht gebraucht zu werden. Im Gegenteil: Es war unser bewusster, sorgfältig reflektierter Schritt, das Team aufgrund des atomaren Zwischenfalls in Fukushima und der daraus resultierenden diffusen Bedrohung zunächst zurückzuziehen.

Klicken Sie hier für das Interview mit Wolfgang Wagner.

Unsere Helfer waren vor dem Super-Gau in Fukushima bereits im Land, und ich kann Ihnen versichern, dass diese Entscheidung durch unsere Geschäftsleitung alles andere als leicht war, wir selbstverständlich mit unseren Mitteln und Möglichkeiten auch gebraucht wurden, und das Team nicht zurückfliegen wollte. Aus Verantwortung gegenüber den Einsatzkräften und deren Familien hat unsere Geschäftsleitung dann aber entsprechend entschieden, mit temporärer Konsequenz: Bereits kurze Zeit später, nach konkreter Evaluierung der Gefahren, haben wir unsere Katastrophenhilfe aufgenommen und uns später sehr intensiv auch beim Wiederaufbau eingebracht.

Unser Einsatzteam für Ecuador ist bereits seit knapp zwei Tagen im Land und leistet medizinische Hilfe. Auch wir überlegen sehr genau, haben verifizierbare Indizien und warten auf Anrufe, bevor wir eine Einsatzentscheidung treffen. Schnell sollte die aber in jedem Falle kommen.

ft

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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