Stellungnahme

Humedica reagiert auf Navis-Kritik

Freising/Moosburg - In einem Interview mit dem FT hat sich Wolfgang Wagner, Vorsitzender der Hilfsorganisation Navis, negativ über den Konkurrenten Humedica geäußert. Jetzt hat sich die andere Seite zu Wort gemeldet.

Im Rahmen einer Frage veröffentlichen Sie folgendes Zitat: „Aber wir werden nicht den Fehler machen, wie er etwa der Organisation Humedica passiert ist: Die ist nach dem Erdbeben in Japan mit zwölf Mann losgeflogen – und musste schon in der Ankunftshalle feststellen, dass sie nicht gebraucht wird. Wir wollen auf keinen Fall unsere wertvollen Spendengelder verbraten.“ Dazu möchten wir feststellen: Diese Behauptung ist unrichtig. Einerseits sind unsere Ersteinsatzteams nie größer als sechs Personen (im konkreten Einsatz Japan waren es sogar nur fünf). Zum Zweiten war es nicht so, dass wir festgestellt hätten, nicht gebraucht zu werden. Im Gegenteil: Es war unser bewusster, sorgfältig reflektierter Schritt, das Team aufgrund des atomaren Zwischenfalls in Fukushima und der daraus resultierenden diffusen Bedrohung zunächst zurückzuziehen.

Klicken Sie hier für das Interview mit Wolfgang Wagner.

Unsere Helfer waren vor dem Super-Gau in Fukushima bereits im Land, und ich kann Ihnen versichern, dass diese Entscheidung durch unsere Geschäftsleitung alles andere als leicht war, wir selbstverständlich mit unseren Mitteln und Möglichkeiten auch gebraucht wurden, und das Team nicht zurückfliegen wollte. Aus Verantwortung gegenüber den Einsatzkräften und deren Familien hat unsere Geschäftsleitung dann aber entsprechend entschieden, mit temporärer Konsequenz: Bereits kurze Zeit später, nach konkreter Evaluierung der Gefahren, haben wir unsere Katastrophenhilfe aufgenommen und uns später sehr intensiv auch beim Wiederaufbau eingebracht.

Unser Einsatzteam für Ecuador ist bereits seit knapp zwei Tagen im Land und leistet medizinische Hilfe. Auch wir überlegen sehr genau, haben verifizierbare Indizien und warten auf Anrufe, bevor wir eine Einsatzentscheidung treffen. Schnell sollte die aber in jedem Falle kommen.

ft

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rochade an der Spitze der Sänger
Giggenhausen - Machtwechsel bei der Einigkeit: Nach sechs Jahren gibt Johann Ziegltrum, bis dato Vorstand des Giggenhausener Männergesangvereins, Vorsitz und „Insignien“ …
Rochade an der Spitze der Sänger
Polizisten ringen Kokaindealer zu Boden - und finden verkaufsfertige Päckchen
Die Freisinger Polizei erwischte am Freitag einen Kokaindealer. Doch ohne Gegenwehr ließ sich der 22-Jährige nicht aufhalten.
Polizisten ringen Kokaindealer zu Boden - und finden verkaufsfertige Päckchen
Kirchenkleinod war Lebensaufgabe
35 Jahren stand Rosa Stör an der Spitze des „Vereins zur Erhaltung der Waldkirche Oberberghausen“. Das Engagement für dieses Kleinod wurde für sie zur Lebensaufgabe. …
Kirchenkleinod war Lebensaufgabe
Rückkehr zum G9: Das sagen die Freisinger Abgeordneten
Landkreis - Vorwärts in die Vergangenheit: Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will zum G 9 zurückkehren. Doch nicht alle Heimatabgeordneten stimmen dem vorbehaltlos …
Rückkehr zum G9: Das sagen die Freisinger Abgeordneten

Kommentare