Vidal: Münchner Gericht verhängt Mega-Geldstrafe gegen Ex-Bayern-Star

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Lachen ist der Schlüssel zum Glück: Ihren unnachahmlichem Humor hatte Schwester Teresa Zukic mit nach Haag gebracht und versorgte die Gäste mit Geschichten, die sie losprusten ließen.

Jeder ist Normal, bis du ihn kennst 

Humoriger Vortrag: „Nicht der Tod ist das Ende“

Die studierte Religionspädagogin Schwester Teresa Zukic steckt mit ihrem neuesten Referat über die spirituelle Kraft, Menschen zu ertragen, ohne den Humor zu verlieren, voller neuer Gedanken und Überraschungen. Sie sprach brillant mit Bedacht und fester Stimme sowie einer Prise feinsinnigem Humor. Ein Abend mit viel Gelächter und reichlich Tiefgang.

HaagWeit über 100 Zuhörer waren am Mittwochabend in die Aula der Haager Marina-Thudichum-Grundschule gekommen, um die in Funk und Fernsehen seit Jahren präsente „Skateboard fahrende“ Ordensschwester zu hören und kennenzulernen. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht, denn ihr Vortrag hatte über die große Liebe Gottes viel Sprengkraft für die Seele der Zuhörer. Pointenreich trug sie zu Beginn ihren ungewöhnlichen Lebenslauf vor. Sie sprach von den Eigenheiten der Menschen und meinte, dass jeder Einzelne irgendwie seltsam sei. Ein jeder verspüre jedoch eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit, Frieden und Harmonie. Dinge mit kleineren Schönheitsfehlern könne man umtauschen. Dagegen gäbe es für Menschen mit kleineren und größeren Mängeln keine Umtauschgarantie im Universum, sagte die Schwester.

„Wir können lernen, mit Menschen besser umzugehen, ohne uns dauernd kränken zu lassen. Wir sollten aufhören, andere Mitmenschen und die Vergangenheit für unser Unglücklichsein verantwortlich zu machen und unsere eigenen Gefühle entsprechend steuern, um die Situationen neu bewerten zu können. Das alles ginge weitaus besser mit einer gehörigen Prise Humor“, erklärte Schwester Teresa.

Ihre Aussagen gaben den Zuhörern Kraft, Lebensfreude und wertvolle Hilfestellung für den Alltag und waren zweifellos ein christlicher Wegweiser in dunklen Momenten und Krisen des Lebens. Die Referentin erzählte, dass sie lange gebraucht habe, um zu verstehen, warum Menschen einander verletzen: Denn wer verletzt ist, verletze auch andere. Daher müsse man lernen, „dass ich nicht das Opfer bin“.

Es hänge von vielen Faktoren ab, wie stark man sich getroffen fühle: vom Selbstwertgefühl, von der Beziehung zu Menschen, die um den wunden Punkt wissen, von der momentanen Verfassung wie Überforderung, Ängstlichkeit und Unsicherheit, vom Ort und Zeitpunkt und auch vom Geschlecht. Frauen seien besonders harmoniebedürftig, Kränkungen werden viel stärker empfunden, wenn man das Gefühl habe, dass sie mit Absicht herbeigeführt werden.

Ihre Ausführungen waren voller Kraft und Lebensfreude, ohne gleichzeitig die dunklen Momente des Lebens zu verschweigen. Sie empfahl, die Mitmenschen mit ihren Marotten und Eigenheiten so anzunehmen, wie sie sind. Jeder Mensch sei auf der Suche nach Frieden, Harmonie und Gemeinschaft. Es wäre besser, gemeinsam Schokolade zu essen als allein Rosenkohl zu verspeisen, meinte die Referentin. In ihrer Bildpräsentation zeigte sie den Gästen als Negativbeispiel aus dem Tierreich das Stachelschwein als schwierigen Einzelgänger, das sich lediglich vier Tage im Jahr mit einem Artgenossen zusammenraufe, um sich dann tanzend zu paaren.

Teresa warnte außerdem vor zu viel Leistung, die kein Ersatz für eine gute Beziehung sei. Gebot der Stunde wäre es, an der Liebe zu arbeiten und nicht von früh bis spät zu jammern oder zu schmollen. Nicht der Tod sei nämlich das Ende, sondern das, was mit jeder Kränkung in dir stirbt, erschwere die Lebensfreude. Sie selbst lasse sich von niemandem mehr kränken und meinte, dass in Deutschland Erfolg und Anerkennung fast immer mit Neid verbunden sei.

Negative Gedanken – negative Gefühle

Zur Kränkung würden immer zwei gehören, die sich das Leben schwer machen, das Selbstwertgefühl untergraben und wunde Punkte in einer Beziehung ausnutzen. Negative Gedanken machen negative Gefühle, denn wir kränken uns immer wieder neu in unseren eigenen Gedanken, und wenn die Seele leidet, werde der Körper krank, so Teresa. „Niemand kann Sie ablehnen, wenn Sie sich nicht selber abgelehnt haben“, rief sie den Gästen zu. Konflikte seien lösbar, wenn man miteinander reden würde mit dem Ziel, sich zu versöhnen.

Lachen und Umarmen als Therapie

Zum Schluss würzte Schwester Teresa ihren Vortrag noch mit mehreren Witzen als Lachtherapie und gab ihren Zuhörern zwei Hausaufgaben mit auf den Weg: Einen Menschen umarmen und fest drücken und einen anderen anlächeln.

Wolfram Riedel

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