Luz Amoi mit „bald ist WEihnachten“ im Dom

Luz Amoi-Konzert: Hymnus an den Glauben

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Freising - Es war ein helles Licht, das die Gruppe Luz Amoi mit ihren Konzerten am Sonntag im Dom entzündete. Ein Musik und Text gewordenes Bekenntnis zum Miteinander, zur Rückbesinnung an den Glauben. „Bald ist Weihnachten“ ergriff und machte nachdenklich.

Den Advent zu pflegen, sich erinnern an das Weihnachten der Kindheit: Diesen Ratschlag stellte Luz-Amoi-Chef Stefan Pellmaier an den Anfang des neuen Programms „Bald ist Weihnachten“. Er beließ es aber in den beiden Konzerten am Sonntag im Dom nicht dabei. Vielmehr wurde er zum Mahner. Die Rückbesinnung auf den Glauben, auf Werte, auf Zusammenhalt, so wie er es früher vermittelt bekam: „Wir alle sollten deshalb wieder zu Kindern werden: offen bescheiden und dankbar.“ Denn er zweifle daran, dass alles Moderne auch ein Segen sei.

Deswegen hat Luz Amoi ein in grandiose Lichtstimmungen gelegtes Klanggewebe geschaffen, das Moderne und Tradition zu neuem Beständigem verwebt. Hier mischt sich Jazz unter die Klänge von „Macht hoch die Tür“, und „Alle Jahre wieder“ im Tangorhythmus macht still und nachdenklich. Da endet „Auf ihr Hirten“ als Jubel mit Gänsehaut-Effekt und da muss man bei „Oh Tannenbaum“ gut hinhören, um die Klänge der Kindheit zu entdecken.

„Bald ist Weihnachten“ lässt großen Raum und schafft kleine Nischen. Hier gibt es neben Bass, Harfe, Hackbrett, Akkordeon, Geige, Pauke oder Saxophon auch Raum für das kleine Xylophon. Hier jauchzt der Hymnus und flüstert die Ballade. Stefanie und Stefan Pellmaier, Johannes „Häns“ Czernik, Manuela Schwarz und Nick Hogl bewiesen sich einmal mehr als Multi-Instrumentalisten und Sänger großer Klasse – und Stefan Pellmaier zudem als kompositorischer Erneuerer: einfühlsam, aber ohne Scheu.

Immer wieder wird mit den Stücken ein neuer Anfang gewagt. Ganz so, wie es Stefan Pellmaier in seinen Texten bewegt betonte: Alle Jahre wagen die Christen den neuen Anfang auf der Suche nach dem Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe, das die krisengeschüttelte Welt mehr denn je braucht. Die „Rückkehr zum Kind in der Krippe“ erst lässt das „eigentliche Geschenk der Weihnacht“ erkennen. Und deswegen entließ Pellmaier die Zuhörer mit einem Rilke-Gedicht in die Nacht (das gleichwohl als Appell aufgefasst werden konnte) mit dem Schluss: „Eines lass mich behalten, den Blick in die Sterne, dass ich das Händefalten nicht ganz verlerne.“

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