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Gefrorene Objekte: Anne Herick-Bäumer präsentiert am Walderlebnispfad vergängliche Kunstinstallationen. 

Iced Landart

Zeugen der Vergänglichkeit

Freising – Eine ganz besondere Form der Kunst hat Anne Herick-Beumer geschaffen: Mitten im Wald zeigt die Studentin der Fachschule für Blumenkunst in Weihenstephan derzeit ihre „Iced Landart“.

Die faszinierenden Pflanzen-Eis-Objekte, die am Walderlebnispfad auf Höhe des Waldklassenzimmers installiert wurden, zogen bereits bei der Vernissage am Samstag zahlreiche Interessierte an. Fichtenzapfen, Efeublätter und Brombeerranken liegen eingeschlossen wie Fossilien in Bernstein vor dem Betrachter: Allerdings sind die Eisblöcke, mit der der Ismaninger Eiskünstler Thomas Tremml die floralen Objekte von Anne Herick-Beumer „eingefroren“ hat, glasklar und durchsichtig. An den Ecken tropft bereits Wasser von den Ausstellungsstücken und erinnert daran, wie vergänglich diese Art der Kunst ist. „Genau das, möchte ich vor Augen führen, sagt die Studentin der Blumenkunst. Efeublätter hat sie auf einen Untergrund genäht, der von selber wieder verrottet, Fichtenzapfen in ähnlicher Weise mit recyclebarem Wickeldraht in Form gebracht. Das Anliegen, das dahinter steht: „Ich möchte der Natur nichts wegnehmen. Im Lauf der nächsten Tage wird alles, was hier zu sehen ist, der Natur wieder zurück gegeben sein.“ Ziel dieser Aktion, die im Rahmen des Studieninhaltes „Projektarbeit“ geschaffen wurde, sei es, den Betrachter sensibler zu machen für den Umweltschutz und das Thema Nachhaltigkeit. „Je mehr Menschen zu der Einsicht gelangen, dass man gegen den Klimawandel etwas tun kann, desto besser“, ist die 24-jährige überzeugt. Ihre Ausstellung hat sie ganz bewusst in den Wald verlegt. Denn dort sei sie umgeben von den vier Elementen – Erde, Wasser, Feuer Luft. Eine besondere Rolle spiele dabei auch das Licht, verrät Herick-Beumer. Die Kunst Installation ist so platziert, dass auch Licht von oben einfallen kann „Das macht die Pflanzen-Eis-Objekte besonders interessant“, glaubt die Studentin. Denn wenn bedingt durch das Abschmelzen des Eisblockes immer wieder neue Formen entstünden, so präsentiere sich die Ausstellung jeden Tag anders.

Eine spannende Sache, die allerdings nicht nur als reines „Winter-Thema“ angegangen wurde, wie die Studentin verrät. Im Sommer werde das Thema weiter geführt. Dann allerdings mit anderen Materialien. Der gedankliche Ansatz sei der Gleiche. „Durch die Pflanzen soll uns wieder vermehrt bewusst gemacht werden, dass auch wir Menschen ein Teil der Natur und damit auch vergänglich sind.“ Gut zu wissen: Die Ausstellung „Iced Landart“ ist am Walderlebnispfad an der Plantage auf Höhe des Waldklassenzimmers zu sehen.

Maria Martin

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