Zum fünften Mal

Im Mekka der Blechbläser: So war‘s auf der Brass Wiesn

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Es gab viele Kracher bei der Brass Wiesn: Dank sei den Böllerschützen des SV Kleeblatt Neufahrn. Die größten Kracher freilich standen aber auf den Bühnen am Echinger See.

EchingAlle Jahre wieder: Beim Open-Air-Konzert mit Wohlfühlfaktor ging es laut und lustig, traditionell und rappig-rockig, bayerisch und multikulti zu. Gemeinsam feierten auch bei der 5. Brass Wiesn Menschen jeden Alters eine riesige Party. Allen voran die Echinger haben über die Jahre die Brass Wiesn als Einladung dazu entdeckt, die Festivaltage als Urlaub daheim mitzuerleben. Über 1000 Anwohnertickets wurden verkauft. Zu den Frühaufstehern im Festzelt am Samstag und Sonntagvormittag gehörten die Lokalmatadore – der Musikverein Sankt Andreas und die Echinger Blaskapelle. 

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Brass-Wiesn am Echinger See - die besten Bilder

Die gemütliche Atmosphäre mit Maibaum und Strohballen, Liegestühlen und alten Landmaschinen und der familiär-friedliche Charakter gefallen. Dieses Ambiente hat sich herumgesprochen – bei Fans und Bands. Es ist schon etwas Besonderes, wenn die Musiker sich gern unters „gemeine Fußvolk“ – überwiegend in Turnschuhen und Flipflops – mischen. Bands wie die Rainer, die Tegernseer Tanzlmusi, die Kapelle Josef Menzl und Viera sowie Fättes Blech (unter vielen anderen) sind Wiederholungs-, ja sogar „Serientäter“. Bestes Beispiel sind die drei jungen Fexer, die mit ihrem frischen und virtuosen Spiel bereits vor vier Jahren im kleinen Kreis in der Gamsbluat-Alm aufspielten – für eine Brotzeit: Heuer brachten sie das Festzelt zum Beben. Dies entspricht auch der Festival-Philosophie: „Wir wollen nicht nur die großen, etablierten Headliner hier haben, sondern auch Nachwuchsbands fördern und eine Chance geben“ sagt Manager Alexander Wolff.

Ebenso wie die Tracht zum Erscheinungsbild gehört, wird gerne traditionelle Blasmusik gehört – Polka und Zwiefacher etwa von der „Waginger See Musi“ oder den „3 Gvierigen und da Bass“. Auch fernab Bühnenprogramms von 9 bis 2 Uhr in der Nacht spielt die Musi: Viele Festivalbesucher haben ihre Instrumente mitgebracht. Gsunga und gspuit wurde praktisch überall: am Stachus, auf dem Campingplatz, unter der Blauen Brücke und sogar auf dem See auf einer schwimmenden Bühne in Gestalt eines Riesenschlauchboots. Die urige Kriagl- und Gamsbluat-Alm, die Gipfebar ebenso wie die grüne Wiese waren immer wieder Austragungsorte für kleine Platzkonzerte.

Sehen und hören lassen konnte sich freilich auch die Bandbreite des Line-Ups. Immer populärer, auch dank YouTube, werden die „glücklichen Koteletts“ – so heißen die „Lucky Chops“ aus New York, die am Freitagabend über die Freiluftbühne fetzten. Für eine Fangemeinde, schwerpunktmäßig im „Mittelalter“ ist unverändert Haindling der Größte, der anlässlich seines 35-jährigen Band-Jubiläums am Samstagabend viele umjubelte alte Stücke und auch Alphörner mitgebracht hatte. Für andere war die Urban Brass Band Moop Mama um Rapper Keno Langbein das Highlight, zu deren „fun-tastischem“ Auftritt ein Fahrrad gehörte.

Neben der musikalischen Auswahl wurde den Besuchern auch bei Speis’ und Trank geschmacklich einiges mehr geboten als in den Vorjahren. Dazu ein bisschen Tollwood-Gefühl, typisch bajuwarische Spiel- und Sportkultur sowie ein Bayern-Quiz – „es passt alles“, bilanzierte Alexander Wolff nach den grandiosen Tagen mit jeweils 8500 Besuchern am Freitag und Samstag.

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