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Interreligiöses Konzert: Musik verbindet Religionen

Freising – Spirituelle Musik kennt keine Grenzen. Wie in den verschiedenen Religionen mit Musik gebetet wird konnte man am Freitagabend bei einem Konzert in der Christi-Himmelfahrtskirche erfahren.

Im Rahmen des Kulturfests „mitanand“ gab es dort die Möglichkeit, religiöse Lieder und Meditationen aus der islamischen Sufi-Mystik, dem Christentum und dem Buddhismus kennenzulernen.

Der deutsch-türkische Chor „Gülnihal“ und türkische Musiker verzauberten das Publikum eingangs mit mystischen Klängen aus der arabischen Kultur: Ney (Flöte), Ud (orientalische Laute) und verschiedenen Rhythmusinstrumenten ließen den Abend wunderbar andächtig beginnen. Das Gebet sei nicht nur etwas, was man in der Moschee oder in besonderen Momenten übe, es sei vielmehr eine Haltung, die unser Leben jeden Tag 24 Stunden bestimmen solle, betonte „Gülnihal“-Chorleiter Seref Dalyanoglu.

Die gleiche Botschaft hatten die Mönche des buddhistischen Klosters „Buddhadhammma Tempel“ aus Dürneck mitgebracht. Das Verhalten der Menschen gegenüber anderen Menschen und der Natur sollte stets von Freude und Mitgefühl geprägt sein. Dass sich die orange gekleideten Mönche aus Thailand auch über Besuch in ihrem Tempel an der B 301 in Dürneck freuen würden, das legten sie den Gläubigen ans Herz. Vorerst durften diese schon einmal eine buddhistische Mediation in „ihrer“ Kirche erfahren.

Das „Bewahre uns Gott“ aus den christlichen Gesangsbüchern stimmte der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde an. Von der Empore ertönte zum Abschluss die schwungvolle Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ von Johann Sebastian Bach interpretiert von Alice Paper-Burghardt (Sopran), Reinhard Bodner (Trompete), Thomas Noichl (Orgel) und dem 3Klang Kammerorchester „Trisono“. Das gelungene interreligiöse Konzert unter Gesamtleitung von Kantorin Birgit Gebhardt zeigte sehr schön, wie viel Gemeinsamkeiten es zwischen den Religionen gibt.

Maria Martin

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