Interview mit Florian Herrmann: „Ein Umfeld, in dem man sich hochputscht“

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Landkreis – Der CSU-Kreisvorsitzende Florian Herrmann war in der FT-Redaktion, um sich die gesicherten Screenshots aus den beiden nichtöffentlichen Facebook-Gruppen „Moosburg Frank und Frei“ und „Deutschland für Jung und Alt“ anzusehen. Seine Eindrücke schildert der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Innenausschusses im Maximilianeum im FT-Interview.

Wie beurteilen Sie diese Facebook-Gruppen? Was war Ihr Eindruck?

Also man sieht schon auf den ersten Blick, dass das keine Witzeseiten sind. Es sind aber auch keine harten rechten Seiten. Allerdings bewegt man sich da schon in einem Umfeld von Postings, die einen nachdenklich stimmen sollten. Das ist ein Umfeld, in dem man sich gegenseitig und ganz einseitig hochputscht.

Was sagen Sie den Leuten, die sich aktiv auf den Seiten betätigt haben?

Man muss reflektierter damit umgehen, was man da von sich gibt. Facebook ist – auch in geschlossenen Gruppen – ein öffentlicher Raum. Und deshalb muss man es sich eben drei Mal überlegen, was man teilt, was man vielleicht leichtfertig liked und was man schreibt. Ich meine damit aber nicht, dass es darum geht, man dürfe sich dabei nur nicht erwischen lassen.

Sie raten also zu mehr Vorsicht?

Ich sage, dass man sich vorher überlegen muss, ob man das, was man posten will, dem Anderen auch direkt ins Gesicht oder mit dem Lautsprecher öffentlich auf dem Stadtplatz sagen würde.

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