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Wegen Verletzung: keine Hebefiguren gab es bei der Intrhonisation von Julia I. und Stefan II. Der Ball war dennoch ein voller Erfolg.

Inthronisation in Zolling

Zollinger Narrhalla lässt sich von Verletzungspech den Fasching nicht vermiesen

Zolling - Vier Elemente gibt es auf der ganzen Welt: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Doch nur in Zolling gibt es bis zum Faschingsdienstag noch ein fünftes Element. Sein Name: Stefan II. und Julia I. – das Prinzenpaar der Gemeinde Zolling, das am Samstag inthronisiert wurde.

Toller Auftakt: seit vielen Jahren zum ersten Mal war der Inthronisationsball im Zollinger Bürgerhaus zum ersten Mal wieder mit rund 450 Gästen ausverkauft. Seit dem Sommer haben Teeniegarde und große Garde für diese Auftritte in der Faschingssaison geübt. Und das hat sich gelohnt. Denn schon die Teeniegarde war mit ihrem Showtanz samt Akrobatik und Hebefiguren auf einem semiprofessionellen Niveau – eine spektakuläre Figur und Formation jagte die nächste. Das Publikum dankte es mit viel Applaus und lauten „Bravo!“-Rufen.

Und dann kamen sie: Gegen 21.30 Uhr marschierte der Hofstaat ein – auch das in Lila und Silber gewandete Prinzenpaar Julia I. (im normnalen Leben eine Kellerer) und Stefan II. (im normalen Leben ein Huber). Zweiter Bürgermeister Karl Toth war es in diesem Jahr, der den großen und güldenen Rathausschlüssel herausrücken musste – und das auch ohne viel Gegenwehr tat. Und so herrschen jetzt in der Ampertalgemeinde „die fünf Elemente“, wie das Motto der Saison lautet. Die vier anderen Elemente außer dem Prinzenpaar wurden durch die Farben der Kleider symbolisiert, mit denen die Garde über das Parkett fegte: In Rot, Blau, Braun und Silber zeigten die Gardemädels, was sie tänzerisch draufhaben. Und das ist eine ganze Menge. Dabei stand diese Faschingssaison in Zolling bisher nicht gerade unter einem günstigen Stern. Drei potenzielle Showtänzer waren bereits im Sommer wegen diverser Verletzungen ausgefallen. Eine Woche vor der Inthronisation musste dann auch noch Alexandra Vogl aus der Teeniegarde die Segel streichen – eine Knochenabsplitterung machte ihr einen Strich durch die närrische Rechnung. Und dann war da noch das Pech von Prinzessin Julia I., die die Tage rund um den Jahreswechsel im Krankenhaus zubringen musste. Die Folge: Walzer und Showteil konnte Julia mit ihrem Prinzen zwar schon darbieten, Hebefiguren waren aber bei der Inthronisation nicht möglich.

Doch all das konnte die Narrhalla Zolling in ihrem Elan nicht bremsen. In einer Faschingssaison, in der – wie alle zwei Jahre im Wechsel mit einem Kinderprinzenpaar – ein großes Prinzenpaar regiert und das närrische Zepter schwingt, tanzte das Publikum zu Klängen der Band Deluxe bis spät in die Nacht hinein. Schließlich wollte sich kein Ballbesucher das spektakuläre Programm der Showtanzgruppe entgehen lassen, das nach Mitternacht begann und bewies, dass sich das Üben gelohnt hat. Training seit Sommer eben.

Andreas Beschorner

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