Angetan von dem außergwöhnlichen Auktions-Exemplar war auch FT-Redakteurin Simone Werner. Foto: Lehmann

50 000 Jahre altes Skelett kommt in Bernstorf unter den Hammer

Bernstorf - Ein außergewöhnliches und zudem steinaltes Objekt kommt am Samstag beim Auktionshaus Gut Bernstorf unter den Hammer von Auktionator Michael Lehrberger: das Skelett eines 50 000 Jahre alten Höhlenbären.

Das Skelett des Tieres hat nicht nur viele tausend Jahre auf dem Buckel, es hat auch eine lange Reise mit Zwischenstation in den Niederlanden hinter sich. Die Geschichte kennt Auktionator Michael Lehrberger ganz genau. „Es stammt ursprünglich aus Rumänien“, erzählt Lehrberger. Dort haben es zwei Holländer Mitte der 1990er Jahre in einer Höhle gefunden. Und weil die beiden Entdecker in ihrer Heimat auch ein privates Museum für Urzeittiere betreiben, haben sie es seitdem dort ausgestellt. „Doch nun wollen sie für ihre Ausstellung ein komplett erhaltenes Mammut kaufen. Deswegen soll der Höhlenbär versteigert werden.“ Und warum ausgerechnet im Auktionshaus in Bernstorf? Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: „Die Holländer haben im Internet gelesen, dass ich hier im Januar einen Mammut-Schädel samt Zähne verkauft habe“, erklärt Lehrberger schmunzelnd. Und weil es kein Auktionshaus gibt, dass auf Fossilien spezialisiert ist, haben sie sich mit ihm in Verbindung gesetzt. Das Skelett haben die beiden selbst nach Bernstorf gebracht: "Es war zerlegt, transportiert habe sie es im eigenen Kofferraum“. Einen halben Tag lang waren die Holländer hier mit dem Aufbau beschäftigt.

Zwei Meter lang und rund 200 Kilogramm schwer ist das sehr gut erhaltene Knochengerüst. „Nur am Hals musste ein Wirbel ersetzt werden“, erklärt Lehrberger. Nun wartet es auf einen Käufer. Ob ein privater Sammler oder ein Museum den Zuschlag erhält, ist aber völlig offen. „Das höchste Gebot zählt.“ Er ist selbst schon gespannt, was am Ende herauskommt. Interessenten gebe es bereits: „Wir hatten Anfragen von Museen, die das Skelett in ihren Sammlungen ausstellen wollen. Eine E-Mail kam sogar aus Australien.“ Eins steht aber jetzt schon fest: der Startpreis, der bei 12 500 Euro liegt. Nach oben gibt es keine Grenzen.

Die Auktion:

Die Versteigerung findet am Samstag, 2. April, ab 13 Uhr im Kunst- und Auktionshaus Gut Bernstorf statt. Bevor die Auktion startet, haben Interessenten und Bieter die Möglichkeit, die Objekte anzuschauen.

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