100 Jahre Kolpingsfamilie Au

Die große Feier des "tüchtigen Haufens"

Au/Hallertau - Vater Kolping hätte seine Freude gehabt: 100 Jahre wird in Au die Fahne des Gesellenvereins hochgehalten, am Sonntag wurde groß gefeiert. Ein weiterer Jubel-Grund: Der langjährige Geistliche Karl Götz war nach Au zurückgekehrt.

Natürlich war Götz nur zum Jubiläum gekommen, denn der mittlerweile mit dem Titel Geistlicher Rat geschmückte Pfarrer gehörte mit zu den Gefeierten. Am Ende der Messfeier, für die der wiederbelebte Kolpingchor um Leiter Christoph Hellerbrand die Lobeshymnen beisteuerte, überreichte Vorsitzender Alfred Baur die Ernennung Götz’ zum Ehrenpräses des Auer Gesellenvereins.

Über 38 Jahre habe Götz in seiner Zeit in Au bis 2008 die Funktion des geistlichen Beistands übernommen, so Baur: „Es gab keinen, der so lang Präses war.“ Eine gerahmte Urkunde gab’s obendrein. Ferner noch ein Götz-Zitat beim Anstecken der Nadel, womit jeder Kirchgänger beruhigt sein konnte, dass der Geistliche mit Ruhesitz in Kemnath seinen tiefsinnigen Humor beibehalten hat: „Aber nicht in den Hals rein!“

Doch nicht nur Götz, auch die Kolpingsfamilie bekam viel Gutes zu hören, vor allem von Diözesanpräses Stefan Wissel. „Ihr seid ein tüchtiger Haufen“, sagte Wissel wertschätzend über die Kolping-Arbeit vor Ort, die von Nikolausdienst, Kinder- und Jugendarbeit bis hin zum Spaghetti-Fest reicht. „Euer Mut steckt auch alle anderen an“. Wissel warnte vor der neuen Armut ebenso wie vor dem politischen Streben, die Familie als kleinste Keimzelle immer mehr zu demontieren. „Kolping ist aus den Problemen seiner Zeit geboren“, erinnerte er an das Ziel des Gesellenvaters, sich den verarmt umherziehenden Handwerkern anzunehmen.

100 Jahre Kolpingsfamilie Au: Bilder der Feier

Wie groß die Idee des kleinen Adolph Kolpings nicht nur in Au, sondern weltweit geworden ist, sah Pfarrer Berthold Heller im Markus-Evangelium bestens geschildert, wo aus dem ganz kleinen Senfkorn eine Schatten spendende Pflanze wird. Aus Verbundenheit zur Diözese Regensburg kam die gesamte Kollekte für die Hochwasseropfer in Deggendorf zu Gute. Man wisse einen überaus aktiven Gesellenverein in Au zu schätzen, freute sich auch Bürgermeister Karl Ecker, dem Vorsitzender Baur seit jeher enge Verbundenheit attestierte: „Ein alter Kolping-Bruder.“ Eine proppenvolle Pfarrkirche St. Vitus, den Besuch vieler Vereine sowie das Engagement seiner Mitglieder sah Vorsitzender Alfred Baur dann als eigentliches Geschenk an den Jubelverein.

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