130 Jahre Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft

Freising - Heuer feiert die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft ihr 130-jähriges Bestehen. Dazu veranstalten die Waldforscher am Sonntag, 24. Juli, einen „Tag der offenen Tür“.

König Ludwig II. selbst hat im Jahr 1881 auf Veranlassung August von Ganghofers die Forstliche Versuchsanstalt in München gegründet. Von Ganghofer war in dieser Zeit ein einflussreicher Forstmann und prägte maßgeblich die planmäßige, geordnete Forstwirtschaft und die forstliche Forschung und Lehre in Bayern. Ab 1882 stand er an der Spitze der Staatsforstverwaltung.

Zu seinem Sohn, dem bekannten Schriftsteller Ludwig Ganghofer, verband ihn ein sehr herzliches Verhältnis. Er unterstützte dessen Jagdstudien, die die Grundlage für viele Hochgebirgsromane (etwa „Der Jäger von Fall“) bildeten. Vielleicht prägte er damit das öffentliche Bild des Försters stärker, als er es durch seine Arbeit im Wald vermocht hätte.

Die ursprüngliche Ausrichtung der damaligen Versuchsanstalt waren Forschungsarbeiten mit konkretem Bezug zur Praxis und die Umsetzung von Forschungsergebnissen in praxisgerechte Anwendungen. Der Schwerpunkt lag zunächst vor allem in Fragen der Ertragskunde und der Holzproduktion. Im Laufe von 100 Jahren entwickelte sie sich immer mehr zu einer universitären Forschungsanstalt mit teilweisem Verlust des Praxisbezugs. Die Professoren der forstlichen Lehrstühle der Universität München waren gleichzeitig Leiter der Institute der Versuchsanstalt wo Forschung und Wissensvermittlungdadurch eine stark universitäre Ausrichtung bekamen.

Eine tiefgreifende Reformierung der Bayerischen Forstlichen Forschungs- und Versuchsanstalt erfolgte 1979 unter Loslösung von den Lehrstühlen der Universität. Sie trug der in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts stärker werdenden Forderung nach praxisgerechten Lösungen Rechnung. Die FVA erhielt den klaren Auftrag, zwischen Theorie und Praxis zu vermitteln. Damit erfuhr der Wissenstransfer eine neue, praxisorientierte Ausrichtung, die auch heute noch besteht.

Einblicke in ihre spannende Arbeit geben Mitarbeiter der LWF am Sonntag, 24. Juli, beim einem „Tag der offenen Tür“. Besucher können Förster spielen und sehen, wie gut der Wald mit dem Klima in 100 Jahren zurechtkommt. Kleine Insekten können mal ganz groß erlebt werden - unter dem Mikroskop. Daneben bereiten die LWF-Mitarbeiter Bodenproben zusammen mit den Besuchern auf.

Und die Kleinen? Für die hat die LWF natürlich auch allerlei zu bieten. Sie können sich schminken lassen oder beim spannenden Waldquiz ein Hüttenwochenende gewinnen. Beim „pfundigen Wiegespiel“ ist Augenmaß gefordert, beim Fichtenzapfen-Zielwurf ein gutes Händchen und etwas Geschick. Als Nachwuchsforscher können Groß und Klein den Wald im Labor kennenlernen. Los geht es am Sonntag, 24. Juli, ab 10 Uhr.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Freisinger Tagblatts.

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