Überraschung gelungen: Malschul-Leiter Hans Werner Oswald (M.) mit Kulturreferent Rudolf Heinz (l.), langjährigen Malschülern und den Organisatorinnen der Jubiläumsfeier, Brigitte Forster (2. v. l. ) und Maria Hirschpointner (r.).

30 Jahre Malschule Hummitzsch - ein buntes, lebendiges Erbe

Moosburg - Als Hans Werner Oswald am Samstagnachmittag in den Räumen der Malschule Hummitzsch eintraf, war er erst einmal eine ganze Weile sprachlos. Dort oben im ersten Stock, im Moosburger Haus der Vereine, wurde er nämlich bereits erwartet - von einer ganzen Schar alter Bekannter: Malschülern aus den vergangenen drei Jahrzehnten.

Eigentlich wäre ja Unterricht gewesen. „Es hieß nur, ich sollte ein bisserl früher da sein“, erzählte Oswald und verfolgte gerührt, wie immer mehr bekannte Gesichter zur Tür hereinkamen. Die Überraschung war gelungen. Genau genommen war es bereits vor 31 Jahren, als der Moosburger Maler Georg Hummitzsch starb und sein damaliger Schüler, Hans Werner Oswald, Hummitzschs künstlerisches und pädagogisches Erbe übernahm. Seitdem hatten hunderte Kunstbegeisterte den zweimal wöchentlich stattfindenden Unterricht besucht, den Oswald damals wie heute ehrenamtlich leitet.

Dass die Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum erst ein knappes Jahr später stattfinden, hat einen kuriosen Grund: Als die Malschule im vergangenen Herbst die Geburtstagsausstellung im Rahmen der Moosburger Aktion „Offene Ateliers“ vorbereiten wollte, musste alles wieder abgeblasen werden. Denn ausgerechnet in diesem Zeitraum wurden im Elisabethenheim, dem heutigen Haus der Vereine, Sanierungsarbeiten erledigt - und die Unterrichtsräume im ersten Stock waren nicht zugänglich.

„In der Malschule war es schon immer so, dass die Türe für jeden offen stand und ein ganz besonderes Flair herrschte“, würdigte Malschülerin Maria Hirschpointner die Parallelen zwischen dem Schulgründer und seinem nicht minder engagierten Nachfolger. „Lieber Ossi, du hast seit über 30 Jahren die Malschule im Sinne und Geiste von Hummitzsch weitergeführt“, und das sei schon ein Grund zum feiern, so Hirschpointner in ihrer kurzen Laudatio.

Der Meinung schloss sich auch Moosburgs Kulturreferent Rudolf Heinz an: „Beeindruckend finde ich die ehrenamtliche Kontinuität, mit der Hans Werner Oswald seit drei Jahrzehnten jede Woche seinen Kurs angeboten hat.“ Auch die selbstverständliche Weitergabe des „hervorragenden künstlerischen Könnens und Wissens“ verdiene großen Respekt und mache die Malschule zur „festen Größe in der Moosburger Kulturlandschaft“.

Nachdem Oswald von seinen Schülern mit einigem Augenzwinkern „die goldene Pallette am Bande“ sowie eine symbolische Schatztruhe überreicht bekommen hatte, war schließlich Gelegenheit für all die ehemaligen und aktuellen Mitglieder der Malschule, sich mit ihrem Meister über die schönsten Erinnerungen aus den vergangenen drei Jahrzehnten auszutauschen.

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