„Bei unserem Einsatz spielt die Konfession keine Rolle“ Sozialdienst-Chefin Waltraud Seidl

25 Jahre Sozialdienst: Hausbesuche und Dschungel-Expeditionen

Eching - Vor 25 Jahren wurde der Sozialdienst Sankt Andreas vom damaligen Pfarrer Wolfgang Höpfner ins Leben gerufen. 25 Frauen machten mit. Zumindest das ist bis heute gleichgeblieben.

Unverändert ist dieses Ehrenamt, das sich fast ausschließlich im Verborgenen abspielt, rein weiblich besetzt. Einmal monatlich treffen sich die Helferinnen zum Gedankenaustausch und einmal im Jahr wird zwanglos Sommerfest gefeiert. Dabei wird auch gesungen und gelesen. Heuer als gern gesehener Gast in fröhlicher Runde mit dabei: Pfarrer Norbert Weis.

Worum aber geht es den gut zwei Dutzend Helferinnen in ihrem „sozialen Dienst am Nächsten“? Zentrale Leitgedanken sind die tatkräftige Unterstützung ebenso wie der zwischenmenschliche oder auch seelische Zuspruch all derjeniger, die Hilfe im Alltag benötigen. Dazu zählen ältere, kranke, bedürftige und behinderte Mitmenschen.

„Bei unserem Einsatz spielt die Konfession keine Rolle“, betont Seidl. Engagiert appelliert sie an Hilfesuchende, sich ohne Scheu an den Sozialdienst zu wenden (Kontakt unter Tel. 0 89/3 19 48 11) Im Einsatz sind die Helferinnen zum Beispiel in Form von Kranken(haus)besuchen oder Haushaltshilfen. Zweimal im Jahr veranstaltet der Sozialdienst einen Krankengottesdienst mit anschließendem Kaffeetrinken und einmal jährlich eine Wallfahrt, an der auch Menschen mit Behinderung teilhaben können.

Vor einiger Zeit ist als neues und wichtiges Betätigungsfeld der „Ämterlotse“ hinzugekommen. Nach Schulungen durch die Caritas ist man nun in der Lage, Betroffene - allen voran Hartz-IV-Empfängern - durch den Finanz- Verwaltungs- und Behörden-Bürokratismus zu leiten.

Die Organisation und Betreuung des „offenen Kleiderschranks“ gehört ebenfalls zum Aufgabenfeld. Die für den Verkauf der Bekleidung erzielte, geringe Schutzgebühr wird für notwendige Einzelfall-Hilfe verwendet und verhindert, das Second-Hand-Profis die Kleiderkammer für Geschäfte ausnützen. Übrigens ist die Kleiderkammer auch während der Sommerferien geöffnet. wu

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