+
Begeisterte Fans ließen sich von den jungen Musikern mitreißen. Das Bandfestival wurde zum generationenübergreifenden Erlebnis, bei dem alle bestens unterhalten wurden.

Bandfestival Kammerberg

Die Jungen rocken Kammerberg

Das Bandfestival rockte am Freitag Kammerberg. Auf Initiative von Michael Löwe, Lehrer an der Musikschule in Fahrenzhausen, heizten die jungen Schüler- und Newcomerbands Habit, Chain Reaction und Flash Beat im Vereinsheim der Spielvereinigung den Gästen mächtig ein.

KammerbergWieder wurde deutlich, dass die Musikschule weitaus mehr bieten kann, als Klavier und Geigenunterricht. Die ruhige, helle und melodiöse Stimme von Kathi Böhm, die mit ihren Freundinnen Katharina Stadlbauer (Gitarre), Adina Matas (Piano) und Daniel Dieke (Schlagzeug) die Formation Habit bildet, eröffnete den Abend. Romantisch verträumte Songs, aber auch Stücke aus eigener Feder gaben sie zum Besten. Richtig rockig wurde es dann, als die Jungs, mit dem netten Bandnamen Chain Reaction, die Bühne erklommen. Rock’n Roll- und Metal-Bands, deren Musik die 1980er Jahre geprägt haben, erlebten ihr Revival. Und dass Songs von Guns N’ Roses (Knocking on Heavens Door), Green Day, der Kult-Band Metallica oder auch echte Nostalgie-Nummern wie Roll over Beethoven von Chuck Berry aus dem Jahr 1956, interpretiert von Erik Reinke (Gesang/E-Gitarre), Daniel Matas (E-Gitarre), Luca Bürger (Bass), Maxi Bachmaier (Piano) und Linus Hayer (Schlagzeug) wirklich astrein daher kamen, das sprach durchaus für die Qualität des Unterrichts an der Musikschule Fahrenzhausen.

Frontfrau Jessica Feustel von der Formation Flash Beat, Matthias Simonis (E-Gitarre), Christian Gattinger (Schlagzeug) und Maxi Bachmaier (Piano) setzten dem Ganzen noch eins drauf: Auch sie hatten viele Nummern aus den 80er Jahren eingespielt. Der Kleidungsstil zeugte bereits rein optisch davon, wie sehr sich die Teenager von dieser Zeit der Musikgeschichte hatten inspirieren lassen. Ganz lässig hatte sich Jessica knallig rote Boots angezogen. Auch für den Rest des Outfits hätte Guns N‘Roses Sänger Axl Rose Pate stehen können. Ihr Hut durfte natürlich nicht fehlen.

Doch es gab auch immer wieder Evergreens aus der Beatles-Zeit, bei denen die ältere Generation lässig mitschwoofen durfte. Apropos Generationen: Beim 3. Bandfestival in Kammerberg gab es keine Altersgrenzen, weder nach unten noch nach oben. Die kleineren Zuhörer lauschten ganz vorne sitzend auf dem Boden dem fetzigen Rockevent.

Eltern, Großeltern und auch Mitglieder des Sportvereins klatschten kräftig aus den hinteren Reihen mit. Kurzum: Es war ein Abend, bei dem die Musik die Menschen miteinander verband. Als zu späterer Stunde dann noch Michael Löwes Combo Iron Hand – The New Country Band auftrat, war die Stimmung perfekt. Ein tolle Veranstaltung, bei der bewiesen wurde, dass sich aus dem klassischen Musikschulen Unterricht eine schöne Rock- und Popszene entwickeln kann.

Bestens organisierter Musikabend

Organisiert war der Abend perfekt. Am Einlass bekamen die Besucher einen Stempel auf die Hand und ein fluoreszierendes Armbändchen. So konnte man während der kurzen Umbaupausen immer wieder die schöne Abendstimmung über den großzügigen Freiflächen auf dem Sportgelände am Ortsrand von Kammerberg genießen.

Maria Martin

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Über 2000 Spender, über 200 000 Euro
Das Schicksal von Menschen, die um ihr Leben kämpfen, bewegt die Landkreisbürger, die für „Menschen in Not“ spenden“ seit vielen Jahren. Doch heuer wurde eine …
Über 2000 Spender, über 200 000 Euro
Graf Moy: „Das neue Abseits ist kein Hirngespinst“
Der Kampf um das Abseits ist eine Geschichte mit vielen Wendungen. Die letzte: Der Freisinger Stadtrat hat mehrheitlich beschlossen, das Gebäude in Neustift, in dem die …
Graf Moy: „Das neue Abseits ist kein Hirngespinst“
BI Attaching: „Söder ist zehnmal gefährlicher als Seehofer“
Der „Paukenschlag“, mit dem das Jahr 2018 begonnen habe, stimmt den Vorsitzenden der BI Attaching hoffnungsfroh. Söders Kurswechsel sorgt für gute Stimmung bei den …
BI Attaching: „Söder ist zehnmal gefährlicher als Seehofer“
Stellungnahme gegen 3. Startbahn: Kranzberg verschärft den Ton
Der Gemeinderat hat noch einmal nachgelegt und seine Stellungnahme zum Luftverkehr im Zuge der Fortschreibung des Regionalplanes München „verschärft“.
Stellungnahme gegen 3. Startbahn: Kranzberg verschärft den Ton

Kommentare