Win-win-Situation: Initiator Maik Fischer, Fußballabteilungsleiter Jochen Jürgens und Florian Ertl vom Förderverein (v. l.) versprechen sich viel von ihrer Kooperation. Foto: Fischer

SVM stellt Praxisbildungsprogramm vor

Karriere machen mit dem SV Marzling

Der SV Marzling will sich „Manpower“ von außen holen. Der Fußball-Kreisligist geht eine Kooperation im Zuge des internationalen Praxis-Bildungsprogramms „Sport & Careers“ ein. Die Teilnehmer zahlen 3000 Euro – dafür bekommen sie Einblick in Arbeitsweise und Struktur des Vereins.

Marzling– Es gibt viel zu tun in der Fußballabteilung des SV Marzling – vieles, was Sportstudenten oder auch ganz normale Fans am modernen Fußballgeschäft, an Marketing und Sponsoring interessierten könnte. Dass das im Großen wie im Kleinen funktionieren kann, davon zeigten sich die Beteiligten bei einer Pressekonferenz im Sportheim überzeugt.

Initiator Maik Fischer von der Vermarktungsfirma „Domhan Vision UG“, Fußballabteilungsleiter Jochen Jürgens und der Vorsitzende des Fußballfördervereins, Florian Ertl, stellten ihr Projekt gemeinsam vor. „Ich möchte Studierenden die Gelegenheit geben, hinter die Kulissen zu schauen. Sie sollen aus eigener Anschauung erleben, wie es praktisch in den Sportvereinen zugeht“, erklärte Fischer. Jürgens, der einst mit Fischer im hohen Norden Fußball gespielt hat, verspricht sich eine Entlastung im Verein. „Für uns werden Dinge möglich, die wir mit dem Ehrenamt allein nicht leisten können“, prophezeit er. Ertl brachte die Hoffnung zum Ausdruck, die Arbeit im Verein durch die Teilnahme an dem Praxis-Bildungsprogramm „auf mehrere Schultern“ zu verteilen. Dass das auch auf Ebene der Kreisklasse möglich ist, davon zeigte er sich überzeugt – im Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung.

Den Beteiligten schwebt vor, dass die Seminarteilnehmer etwa die Trainingsarbeit bei dem Kreisklassisten kennenlernen, sich als Stadionsprecher versuchen oder sich um Sponsoren kümmern. Auf der anderen Seite werden ihnen während des auf ein bis zwei Jahre angelegten Programms praxisrelevante Workshops und Gastbeiträge namhafter Referenten angeboten, wie Fischer versicherte – nebst Sprachkursen, da jeder „Sport & Careers“-Standort mit einem Verein im Ausland, etwa in Großbritannien, gepaart sein wird, wie Fischer verriet.

Einer Powerpoint-Einspielung zufolge bietet das Programm den Teilnehmern „individuelle Austauschprogramme“ und die Möglichkeit, die Arbeit der Partnerclubs im Ausland „aktiv zu gestalten“.

Marzling soll einer von drei Vereinen in Deutschland sein, die an dem Programm teilnehmen. Auf die Frage, was sich der Verein davon erhofft, erklärte Ertl: „Natürlich die Hilfe der Studenten, die die tolle Möglichkeit bekommen, sich bei Marketing und Sponsoring einzubringen.“

Das hörte sich nach einer „Win-win-Situation“ an. Zum wie auch immer gearteten finanziellen Erfolg sagte Jürgens: „Wir werden davon sicher keine Mannschaft zusammenkaufen.“ Los gehen soll es Mitte Juli – mit etwa 30 Teilnehmern, wie es hieß.

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