Noch ist „Lucky“ nicht über den Berg: Die Katze wurde am Mittwoch, 6. Juni, in der Maria-Eich-Straße in Au angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Foto: Tierschutzverein

Katze „Lucky“ mit gezieltem Schuss schwer verletzt - war es ein Tierhasser?

Au/Hallertau - Es ist ein Schock für die Besitzer: Vermutlich ein Tierhasser hat in Au mit einem Luftgewehr auf eine Katze geschossen. Das Viecherl - „Lucky“ heißt es - schwebt in Lebensgefahr. Der Tierschutzverein Hallertau hat nun Anzeige wegen versuchten Tiermords erstattet.

Blutend und mit letzter Kraft hatte sich „Lucky“ noch zur Nachbarin ihrer Besitzer an der Maria-Eich-Straße geschleppt. Normalerweise holt sich die Katze hier ein Leckerli ab, doch am 6. Juni ging es um das nackte Überleben: Mit einem Luftgewehr, Projektil „Diabolo“, war sie im Umfeld der Maria-Eich-Straße angeschossen worden, wie der Tierschutzverein Hallertau jetzt mitteilte. „Ein gezielter Schuss!“, da ist sich Vorsitzender Thomas Naumann sicher. Er glaubt nicht, dass es sich um ein Versehen eines Jägers handelte - erstens, weil die Jäger ein solches Projektil gar nicht verwenden würden, und zweitens, weil der Vorfall seines Erachtens nach noch im Wohngebiet passiert sein müsse. Auch wenn die Maria-Eich-Straße am Ortsrand liegt. „Das war jemand, der Katzen oder Tiere allgemein nicht leiden kann“, sagt Naumann.

Die Nachbarin fand „Lucky“ noch rechtzeitig, und so konnte die Tierärztin Dr. Sabine Gebhard aus Au eine Notoperation durchführen. Die traurigen Details: Durch den Bauch war das Projektil in das Tier eingedrungen und ein Stück neben der Wirbelsäule steckengeblieben.

Mittlerweile ist „Lucky“ wieder zu Hause bei ihrer Familie - doch laut Naumann noch nicht über den Berg: Jeden Tag wird sie von der Tierärztin untersucht und erhält Schmerzmittel. Derzeit seien „die Blutwerte schlecht“, wie Naumann weiß. Er ist wütend: Auch bei ihm im Garten würden hin und wieder Katzen vorbeischauen und nicht selten in das frisch angelegte Beet „machen“. Aber für eine solche ein Reaktion habe er „keinerlei Verständnis“.

Schockiert ist natürlich auch die Besitzerfamilie von „Lucky“: Besonders die Mutter und die drei Kinder seien fix und fertig, erzählt der Vorsitzende des Tierschutzvereins. Schmerz und Wut kann der Tierschutzverein der Familie nicht abnehmen - aber die Kosten für die Operation: Deshalb bittet die Organisation derzeit um Spenden. Und Thomas Naumann stellt klar: „Das ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat!“ Entsprechend habe man nun eine Anzeige wegen versuchten Tiermords gegen Unbekannt erstattet.

Wer Hinweise zum Tathergang hat, kann sich beim Tierschutzverein Hallertau, Tel. (0 87 52) 8 69 82 91, oder bei der Polizei in Moosburg, Tel. (0 87 61) 7 62 60, melden.

Gut zu wissen:

Wer „Lucky“ und seiner Familie helfen möchte, kann einen Betrag auf das Konto des Tierschutzvereins Hallertau überweisen: Kontonummer 15 03 12 bei der Raiffeisenbank Hallertau, BLZ 701 696 93.

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