Domberg-Umbau

Kaum mehr zu erkennen und doch vertraut

Freising - Wie wird der Domberg der Zukunft aussehen? Das erfuhren die Mitglieder des Planungsausschusses am Mittwoch. Vieles ist neu. Einiges bleibt vertraut. Ein spannendes Projekt. 

Freising – Seit 2013 laufen die Vorbereitungen für eine Weiterentwicklung und Neugestaltung des Freisinger Dombergs. Weil die Zeiten, in denen auf dem Domberg agiert wurde, ohne auf die Stadt zu achten, längst vorbei sind und weil die Stadt selbst mit der Innenstadtkonzeption und der Sanierung des Asamtraktes vor großen baulichen Herausforderungen steht, arbeiten Erzdiözese und Stadt Freising eng zusammen.

So werden die meisten Maßnahmen und neuen Nutzungen auf dem Mons doctus mit der Stadt abgesprochen, darf die Stadt Wünsche äußern und mitreden. Zum Stand der Dinge informierten gestern im Planungsausschuss der Projektsteurer Christian von Eickstedt (Ernst & Young) sowie der neue Diözesanbaumeister Christian Stumpf.

Schnittstellen zwischen Domberg-Umbau und Innenstadtkonzeption sind dabei nicht nur die Zuwegungen zum Domberg. Auch was beispielsweise die künftige Nutzung des Domberg-Südhangs betrifft, müssen sich Stadt und Diözese abstimmen. Und noch ein Beispiel: In das Gebäude der ehemaligen Dombibliothek werden nicht nur wieder die Bibliothek „in gewandeltem Bestand“ und dann auch eine Domsingschule einziehen, sondern wird es nach dem Umbau auch Räume für die Ganztagesbetreuung der Schüler des Dom-Gymnasiums geben, wie von Eickstedt erläuterte.

Und dann gibt es noch einen Wunsch der Stadt: einen so genannten Schrägaufzug von der Bahnhofstraße aus hinauf in Richtung des Diözesanmuseums. Wie er und dass er auch möglichst gut genutzt werde, dazu wollen Diözese und Stadt nun gemeinsam ein Gutachterverfahren ins Leben rufen, das die Möglichkeiten der Erschließung und Anbindung per Bus, Auto und Fahrrad untersuchen soll.

Mit dabei ist die Stadt auch bei der Bewertung der Entwürfe für das Kardinal-Döpfner-Haus, das auf jeden Fall Bildungs- und Tagungszentrum bleiben wird. Wie es aber aussehen wird, das wird nach der Jury-Entscheidung feststehen, die am 10. Februar bekanntgegeben wird. Neu gegenüber den bisherigen Nutzungsplänen für all die Gebäude auf dem Lehrberg ist, dass die alte Wagenremise jetzt doch nicht als Info-Point und Domberg-Laden genutzt werden wird. Welche Nutzung jetzt dort einziehen werde, stehe noch nicht fest. Bedauernswert fand es Sebastian Habermeyer (Grüne), dass das Gartenhäuschen südlich der Dombibliothek nach der Umstrukturierung kein Café mehr sein werde, sondern für Tagungszwecke verwendet wird.

Zum zeitlichen Rahmen erläuterte von Eickstedt, dass es ein „großes Ziel“ gebe: Bis zum Jahr 2024, wenn sich die Ankunft des Heiligen Korbinian zum 1300. Mal jährt, sollen die Arbeiten an all den Gebäuden, die Sanierungen beispielsweise des Fürstengangs oder auch des Gebäudes mit dem Kanzlerbogen und alle Umstrukturierungen auf dem Domberg abgeschlossen sein.

Das aktuell noch vom THW bis Ende Juni genutzte Areal am Sondermüllerweg wird dann vielleicht eine Jugendherberge sein. Auch darüber berät man zusammen mit der Stadt.

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