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Einsatzzentrale unter freiem Himmel: St. Vitus, Schutzpatron der Gammelsdorfer Kirche gilt unter den Heiligen als einer der 14 Nothelfer. Beim Nachtumzug am Rosenmontag mussten Polizei und Co. allerdings se lbst ran.

Viel zu tun für Polizei und Sanitäter

Keilereien und Alkoholexzesse: Nachtumzug mit Schattenseiten

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Gammelsdorf - Der Nachtumzug in Gammelsdorf wird die Polizei noch länger begleiten: Im Rahmen der Faschingsgroßveranstaltung kam es zu mehreren Anzeigen wegen Körperverletzung. Auch die Sanitäter hatten am Montagabend jede Menge Arbeit mit Betrunkenen.

Während die einen nur als Knastbrüder verkleidet waren, bekamen es andere beim Nachtumzug Gammelsdorf wirklich mit der Polizei zu tun. „Unsere Einsatzkräfte und die des Sicherheitsdienstes mussten mehrfach einschreiten, um drohende Körperverletzungen zu verhindern“, berichtete Christian Bidinger, Leiter der Polizeiinspektion Moosburg. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien am Montagabend fünf Fälle von Körperverletzung zur Anzeige gebracht worden, wobei alle Auseinandersetzungen ein glimpfliches Ende gefunden hätten. „Es kam durchweg nur zu leichteren Verletzungen.“ Darüber hinaus ermittelt die Polizei in zwei Fällen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Auch der Sanitätsdienst, der in der Gammelsdorfer Schule stationiert war, hatte gut zu tun, wie Bidinger ebenfalls berichtete. 19 Personen mussten dort behandelt werden, die meisten von ihnen aufgrund übermäßiger Alkoholisierung. Zwei Gäste hatten gar so viel gebechert, dass sie in ein Krankenhaus gebracht wurden. Zehn weitere Personen schafften es nicht mehr zur Versorgungsstation und mussten ambulant auf dem Veranstaltungsgelände versorgt werden.

Video: Das war der Nachtumzug

Florian Zellner, einer der Organisatoren des Nachtumzugs, wusste tags darauf noch nichts von den Strafanzeigen wegen Körperverletzung. „Ich habe von der Security zwar das Feedback bekommen, dass es zu Keilereien in kleinem Stile gekommen ist“, sagte er dem FT auf Nachfrage. „Gleichzeitig wurde mir aber berichtet, dass es im Vergleich zu anderen Veranstaltungen bei uns relativ human zugegangen ist.“ Grundsätzlich sei es kaum zu verhindern, dass es bei einer Großveranstaltung wie dieser zu Zwischenfällen komme. „Bei über 5000 Besuchern sind immer zwei oder drei dabei, die zum Spinnen anfangen.“ Wichtig sei ihm, dass die Security-Mitarbeiter mit ihrem Einsatz dafür gesorgt hätten, dass es zu keinen größeren Eskalationen gekommen sei. „Dafür haben wir den Sicherheitsdienst.“

Auch was den Umgang mit Hochprozentigem angehe, sei der überwiegende Großteil der Besucher vernünftig gewesen, betonte Zellner. „Dass es immer ein paar Alkoholleichen gibt, dafür können wir nichts“, betonte er. „Zumal es einige gibt, die schon im alkoholisierten Zustand zu uns kommen.“

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