Kein Platz Feuerwehrhaus in Wippenhausen: Eine Lösung ist nicht in Sicht

Kirchdorf - Nach dem Beschluss des Kirchdorfer Gemeinderates, Teile des „Abstreiter"-Areals in der Ortsmitte von Wippenhausen nicht zu erwerben, herrscht nun rundum Ratlosigkeit - nicht nur bei der örtlichen Feuerwehr auch beim Bürgermeister.

Im Moment weiß niemand so richtig wie es nun weitergeht. Nach dem Nein zum Kauf eines Teils des „Abstreiter“-Areals in Wippenhausen (wir haben mehrfach berichtet) ist man ratlos, weil die Wippenhauser Feuerwehrnun quasi vor einem Scherbenhaufen steht. Derzeit ist im viel zu kleinen Feuerwehrhaus ein Einsatzfahrzeug untergebracht. Das zweite, von der Wehr selber angeschaffte Auto, parkt auf dem inzwischen anderweitig verkauften Grundstück auf der anderen Straßenseite - und muss da weg.

Nach all den schönen Plänen vor dem Nichtkauf-Beschluss hätte die Feuerwehr selber ihr Gerätehaus um- und ausgebaut und so Platz für das zweite Auto erhalten. Gleichzeitig wären auch Toiletten und ein Aufenthaltsraum für die Kameraden entstanden. Die 14 nötigen Stellplätze, so die Gedanken, wären locker auf dem Wirtsgelände untergekommen.

Bürgermeister Konrad Springer hatte aber in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend noch eine weitere Hiobsbotschaft für das Gremium: Die Floriansjünger mögen nicht mehr selber an einem neuen Gerätehaus bauen. Das müsse die Gemeinde nun selber schultern. „Hat jemand einen Vorschlag?“, fragte der Rathauschef ins Rund - natürlich hatte niemand einen, frei nach dem Satz: „Woher nehmen und wenn nicht stehlen.“

Auf dem verbliebenen Feuerwehrgelände scheint es unmöglich, ein größeres Haus und die geforderten Stellplätze unterzubringen. Der Rathauschef und sein Stellvertreter Josef Haller brachten einen Architekten ins Spiel, der das Gelände überplanen soll. Das, so die Mehrheit des Gremiums, gehe gar nicht. Die Zeit dränge aber, sagte Springer. Josef Scharrer mahnte an, dass „jetzt nicht alle auf stur schalten sollen“, man müsse die Blockade schlißlich durchbrechen.

Fazit der Debatte, die am Dienstagabend keine Lösung brachte: Der Bürgermeister will sich bei der Regierung dahingehend schlau machen, ob es für die Wippenhauser Feuerwehr irgendwelche Ausnahmen gibt, damit man vielleicht doch noch auf dem angestammten Gelände bauen und für eine vernünftige Unterbringung der Floriansjünger sorgen kann. Im Gegenzug sollen sich aber auch die Gemeinderäte Gedanken machen und praktikable Vorschläge bis zur nächsten Sitzung unterbreiten.

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