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Kurzes Gastspiel: Aufgrund „rechtlicher Probleme“, wie es Zollings Bürgermeister Max Riegler formuliert, musste der Mietvertrag des letzen Pächters vorzeitig aufgelöst werden. Seither sucht die Gemeinde nach einem Wirt – erfolglos.

Zollings Bürgerstub’n noch immer verwaist

Kein Wirt in Sicht

Zolling - Die Bürgerstub’n hat noch immer keinen Pächter. Um bei den Faschingsbällen die Gäste dennoch ordentlich bewirten zu lassen, hat die Narrhalla jetzt improvisiert.

In den Zollinger Bürgerstub’n ist Platz – viel Platz, der seit vielen Jahren kaum genutzt wird. Im Zuge der Neuerrichtung des Zollinger Bürgerhauses zu Beginn der 2000er Jahre war auch ein Gastraum samt moderner Küche eingerichtet worden. Doch mit der Bewirtung hat es bisher nie so richtig geklappt.

Mehrere Pächter hatten ihr Glück versucht. Keiner der Gastronomen konnte sich über einen längeren Zeitraum hinweg behaupten. Zuletzt hatte ein Pächter aus Kalabrien hier Pizzen aus dem Holzofen und typisch italienische Fisch- und Fleischgerichte angeboten. Aufgrund von rechtlichen Problemen habe sich die Gemeinde gezwungen gesehen, den Vertrag vorzeitig zu kündigen, erinnert sich Bürgermeister Max Riegler. Das war vor rund zwei Jahren. Seitdem wartet die Stele vor dem Bürgerhaus auf eine neue Beschriftung.

Die Bewerbungslage sei schlecht, sagt der Zollinger Rathauschef. Inserate in Fachzeitschriften zeigten keine Resonanz. „Am meisten Rückmeldung bekommen wir über persönliche Kontakte von Zollinger Bürgern.“ Doch auch so sei man noch nicht zum idealen Pächter gekommen. Neben dem Gastraum – den „Bürgerstub’n“ – sei nämlich auch der große Saal des Bürgerhauses bei Veranstaltungen mit zu bewirten. Und das schrecke wohl viele ab. Denn dazu müsse ja immer zusätzlich Personal rekrutiert werden. Mittlerweile hat die Gemeinde jedoch ein anderes Konzept im Ärmel. „Möglicherweise kann man eine sporadische Bewirtung verwirklichen“, so Riegler. Bei Veranstaltungen könnte sich die Gemeinde an einen festen Caterer binden.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. In der aktuellen Faschingssaison hat sich die Narrhalla Zolling nun selbst beholfen. Sie haben einen Gastronomen aus dem Raum Erding für die Bewirtung des Bürgersaales verpflichten können. Und das sei beim Inthronisationsball am vergangenen Samstag schon ganz gut angelaufen, sagt Babsi Schopf von der Narrhalla Zolling.

Auch beim Sportlerball am 27. Januar wird die gleiche Firma die Verpflegung übernehmen. „Wir haben es der Narrhalla frei gestellt, sich um einen Dienstleister zu bemühen“, so Riegler.

Maria Martin

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