Bedenkenlos trinkbar: Eine Wasserqualität wie in Neufahrn ist keine Selbstverständlichkeit. Carsten Wagner (VKU), Franz Rauch (Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd), Bürgermeister Rainer Schneider, Götz-Ulrich Luttenberger (SÜC) und Gunnar Braun (VKU) sehen die Ressourcen in Gefahr. foto: AF

Keine Energiewende ohne Windräder

Neufahrn - Aus dem Wasserhahn kommt kein Wasser, aus der Steckdose kein Strom. Der Verband kommunaler Unternehmen in Bayern (VKU) warnte heute in Neufahrn vor dem Scheitern der Energiewende.

Die VKU-Landesgruppe Bayern forderte heute bei einer Pressekonferenz im Hause der Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd eine „ganzheitliche Politik“ in Sachen „Wasser- und Energieversorgung“. Demnach sind die gewohnten Standards in Gefahr, wenn man es nicht schaffe, die Energiewende so hinzubekommen, dass sowohl die Bevölkerung als auch die Industrie damit leben können.

Bürgermeister Rainer Schneider, Vorsitzender der Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd, erklärte, dass sauberes und qualitativ hochwertiges Wasser inzwischen eine Selbstverständlichkeit sei für die Bürger hierzulande. Es gelte jedoch dafür zu kämpfen, dass das auch so bleibt. „In München, in Berlin und in Brüssel“, sagte Schneider in Anspielung auf das geplante Freihandelsabkommen der Europäischen und mit den USA. Andere Länder würden mit dem Thema Trinkwasser anders umgehen, als dies bei uns der Fall ist, darin war sich die Runde, zu der auch VKU-Geschäftsführer Gunnar Braun und Pressesprecher Carsten Wagner zählten einig.

Franz Rauch, Werkleiter der Wasserversorgungsgruppe machte auf ein Problem bei der Biomassenutzung aufmerksam. Düngemittel und Gärreste aus der Verarbeitung von Mais in Biogasanalgen gefährden demzufolge auf lange Sicht die Trinkwasserversorgung. „Bei uns geht das, weil wir tiefe Brunnen haben“, erklärte Rauch, aber andernorts, wie in Freising wo es Flachbrunnen gebe, könne die intensive Landwirtschaft zu Problemen führen.

Ohne Biogasanlagen, ohne Windkraft kann man die Energiewende aber nicht bewerkstelligen, wie Schneider anmerkte. Götz-Ulrich Luttenberger, Geschäftsführer der SÜC-Energie GmbH, sprach von einem „Spagat“. Wer Kraftwerke abschalten wolle, müsse dafür sorgen, dass es zu keinen Enpässen komme. Aber nicht nur die Politik, auch die Bürger müssten sich an die Nase fassen. Man sei sich im Klaren darüber, dass die Energiewende nicht gelingen könne, wenn sich gegen jedes Windrad, gegen jede Versorgungsleitung Widerstand regt.

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