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Kerstin Schnapp (40)will für die Grünen in denBundestag einziehen.

Kerstin Schnapp will für die Grünen nach Berlin

„Die Neue“ nach Niefanger

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Freising - Die Grünen im Landkreis haben nach dem Parteiaustritt von Birgit Mooser-Niefanger eine Aspirantin für die Bundestagswahl gefunden: Die gebürtige Freisingerin Kerstin Schnapp will sich in der Aufstellungsversammlung im März zur Grünen-Direktkandidatin für den Wahlreis 214 aufstellen lassen.

Nach dem überraschenden Austritt der bereits designierten Aspirantin Birgit Mooser-Niefanger im vergangenen Dezember (wir berichteten), mussten die Verantwortlichen des Grünen-Kreisverbands für Ersatz sorgen. Der wurde jetzt gefunden: Am vergangenen Wochenende fand eine Klausur der Grünen im Wahlkreis 214 statt. Und da hat sich die gebürtige Freisingerin Kerstin Schnapp (40), Kreisvorsitzende der Pfaffenhofener Grünen seit 1996, in Position gebracht und als Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2017 beworben, wie Waltraud Heinlein-Zischgl, die Vorsitzende des Kreisverbands gestern mitteilte.

„Die Bundestagswahl in diesem Jahr sieht sie als wichtige Richtungsentscheidung“, schreibt Heinlein-Zischgl. Bei der nächsten Bundestagswahl gehe es laut Kerstin Schnapp, die als Prokuristin und Gesellschafterin der GFS Film Entertainment GmbH tätig ist, um mehr als „nur ein paar Korrekturen hier oder dort“. Es gehe zu allererst um eine ganz grundsätzliche Frage. Schnapp: „Aus meiner Sicht braucht es ein klares Eintreten für unsere Verfassung.“ Ein weiterer zentraler Punkt sei für die Pfaffenhofener Kreisrätin Schnapp der Erhalt der Lebensgrundlagen: „Nur durch eine Energiewende, die ihren Namen auch verdient, und eine Landwirtschaft, welche die kleinteilige bayerische Landwirtschaft erhält, statt auf ein schlichtes Wachsen oder Weichen zu setzen, können wir unseren Boden und unser Wasser erhalten.“

Auch zum Thema Massentierhaltung bezieht Kerstin Schnapp Position: „Wir Grüne stehen für eine Politik, in der sich artgerechte Tierhaltung und nicht Mastfabriken für die Landwirte rechnen.

Im Bereich Gesundheitspolitik sieht die Politikerin Korrekturbedarf auf Bundesebene: „Statt die Krankenhäuser angesichts der zunehmenden Alterung der Gesellschaft und dem beispiellosen Innovationsschub in der Medizin zukunftsfähig zu machen, sind gerade die kommunalen Krankenhäuser in ihrer Existenz bedroht. Hier gilt es für den Erhalt der Versorgung der Patientinnen und Patienten vor Ort zu kämpfen.

Die Bewerbung von Kerstin Schnapp stieß bei den Grünen im Landkreis Freising in der Klausur am Wochenende auf breite Zustimmung. Waltraud Heinlein-Zischgl, Vorsitzende des Kreisverbands der Grünen Freising, ist überzeugt: „Wir haben mit Kerstin Schnapp eine Kandidatin, die uns Grüne im Wahlkreis 214 sachlich fundiert vertreten und ein sehr gutes Ergebnis einfahren wird.“ Die Aufstellungsversammlung der Grünen zur Bundestagswahl findet am Donnerstag, 2. März, 20 Uhr, statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

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